Urlauber schockiert über Zustand österreichischer Katzen

Verein PFOTENHILFE: Verletzte Streunerkatze in Urlauberort gefunden

Wien (OTS) - Wöchentlich erreichen uns in der Urlauberzeit mehrere Anrufe. Die Touristen sind schockiert über die Zustände der Katzen in Österreich. Erst vor wenigen Tagen kamen zwei deutsche Wanderer völlig schockiert in das Tierheim Pfotenhilfe Lochen in Oberösterreich. Sie verbrachten in der Gegend ihren Urlaub und fanden bei einer Wanderung am Mattsee eine verwahrloste, schwer kranke, blutverschmierte Katze, die mit Wunden übersät war. Sofort brachten die Tierfreunde den Vierbeiner in die Pfotenhilfe Lochen, wo er verarztet und liebevoll "Brezel" genannt wurde.

"Als die deutschen Wanderer mitten in einem Urlaubergebiet in der Nähe eines Strandbades am Mattsee eine so arg verwahrloste Katze fanden, waren sie entsetzt über die Zustände in Österreich. Vor allem die Herzlosigkeit ging ihnen tief unter die Haut." erzählt Sonja Weinand, Sprecherin des Verein Pfotenhilfe. Obwohl jeder Katzenhalter, dessen Katze regelmäßigen Zugang ins Freie hat, gesetzlich dazu verpflichtet ist, diese kastrieren zu lassen, gibt es vor allem in ländlichen Gegenden immer noch mehr als genug unkastrierte Katzen. Das Problem dabei ist, dass jede freilaufende unkastrierte Katze massiv dazu beiträgt, dass sich Streunerkatzen rasend schnell weiter vermehren. Viele dieser Tiere sind krank und unterernährt. "Wenn diese sich dann auch noch vermehren, können wir das Problem nie in den Griff bekommen." betont Weinand.

Leider hört man vor allem von Landwirten öfters, dass diese ihre Katzen nicht kastrieren wollen, weil "der Nachwuchs ja meist sowieso krank ist und nach wenigen Tagen stirbt oder vom Auto überfahren wird." Dieses Argument ist aus Tierschutzsicht aber natürlich nicht vertretbar.

Katzen bekommen im Normalfall zweimal jährlich Junge. Obwohl die Pfotenhilfe Lochen sich eigentlich schon auf die "Herbstkatzen" vorbereiten müsste, hat das Tierheim mit den im Frühling geborenen Katzen immer noch alle Hände voll zu tun. "Ich frage mich, wann die Menschen endlich umdenken werden, das Gesetz beachten und ihre Katzen endlich kastrieren lassen. Gerade in Tourismusregionen sollten auch die Gemeinden ein Auge darauf haben", meint Weinand.

Rückfragen & Kontakt:

Sonja Weinand, Vereinssprecherin Verein PFOTENHILFE sonja.weinand@pfotenhilfe.org
Tel.: 01 / 892 23 77
www.pfotenhilfe.org

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