Frauenberger: Neue Räumlichkeiten für das Wiener Frauenhaus

Mehr Plätze und bessere Ausstattung für Frauen und Kinder

Wien (OTS) - Eines der Wiener Frauenhäuser konnte in diesem Sommer in ein neues Gebäude übersiedeln, wie Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, Martina Ludwig-Faymann und Andrea Brem vom Verein der Wiener Frauenhäuser am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt gaben. Mit den zusätzlichen Ressourcen des neuen Hauses stehen ab sofort 175 Plätze für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder zur Verfügung, bisher waren es 166.

"Die Frauenhäuser sind ein nicht wegzudenkender Bestandteil des dichten Wiener Gewaltschutznetzes. Gewalt an Frauen ist in unserer Gesellschaft leider immer noch sehr präsent, jede fünfte Frau in Wien ist von Gewalt betroffen. Dennoch wird bestehender Gewaltschutz immer wieder in Frage gestellt, wie es auch diesen Sommer passiert ist. Die Wiener Frauenhäuser können sich aber auf die Unterstützung der Stadtregierung verlassen. Es ist gut, dass die von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder jetzt in modern ausgestatten Räumen in ihrer schwersten Zeit Unterstützung finden," so Frauenberger.

"In dem neuen Haus wurde auch der Wohnstandard angehoben und auf die Bedürfnisse der Frauen und Kinder abgestimmt.", berichtet Martina Ludwig-Faymann, die langjährige Vorsitzende des Vereins und weiter "Abseits der Frauenhäuser fanden in der Beratungsstelle 9.054 Beratungskontakte statt und 112 Frauen und deren Kinder wurden in Übergangswohnungen dabei unterstützt in ein selbstständiges Leben ohne Gewalt zurückzukehren", so die Vorsitzende des Vereins der Wiener Frauenhäuser, Martina Ludwig-Faymann.

"Gewalt gegen Frauen bedeutet nicht immer nachweisbare körperliche Verletzungen. Frauen werden ständig kontrolliert, dürfen nicht ausgehen, werden ausgesperrt, oder bekommen kein Geld. Wenn sie nicht "parieren", werden sie beschimpft, gedemütigt, mit Mord bedroht. Diese Gewalt hinterlässt tiefe Spuren in der Psyche aber keine sichtbaren Spuren, die in Straf- oder Zivilrechtsklagen vorgezeigt werden können", betont die Geschäftsführerin der Wiener Frauenhäuser, Andrea Brem.

Zahlen, Daten, Fakten zu den Wiener Frauenhäusern

Die EU-Vorgabe, wonach auf 10.000 EinwohnerInnen ein Platz in einem Frauenhaus zur Verfügung stehen soll, wird damit in Wien bereits übertroffen. Darüber hinaus gibt es außerdem 54 Wohnplätze für Frauen im Übergangswohnbereich, wo Frauen nach dem Krisenaufenthalt im Frauenhaus längerfristige Unterstützung finden.

Im Jahr 2011 wurden in Wien 63% der Frauen durch Behörden oder andere soziale Einrichtungen an die Frauenhäuser vermittelt, davon allein 17% über die Polizei, 13% vom Amt für Familie und Jugend und weitere 33% von anderen Einrichtungen, wie den Interventionsstellen, Ärzten, etc. Bei all diesen Behörden wurde eine Gewaltbetroffenheit schon von anderen Behörden oder Einrichtungen festgestellt, bzw. vermutet.

Bildmaterial zu dieser Aussendung ist in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar. (Schluss) grs

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