VP-Aichinger: Deutsch vor Schule - SPÖ produziert verlorene Generation

Festhalten an derzeitigem System verantwortungslos - 60 % der Kinder nicht deutscher Muttersprache haben bei Schuleintritt unzureichende Deutschkenntnisse

Wien (OTS) - "Die SPÖ produziert eine verlorene Generation", kritisiert der Klubobmann der ÖVP Wien LAbg. Fritz Aichinger die heutigen Aussagen der Stadträte Oxonitsch und Frauenberger. Das Festhalten am derzeitigen System im Bereich Integration und Schule sei verantwortungslos.

60 % der Kinder nicht deutscher Muttersprache haben bei Schuleintritt keine ausreichenden Kenntnisse der Unterrichtssprache. Für diese Kinder gebe es keine Chancengleichheit. Hier entscheide die Herkunft und nicht Leistung oder Talent. "Das ist ungerecht. Die Kluft zwischen Kinder mit Migrationshintergrund und einheimischen Kindern ist in Österreich so groß wie nirgends sonst. Im OECD-Vergleich liegt Österreich hierbei an vorletzter Stelle", so Aichinger. Mit einem Anteil von 60 % Kindern nicht deutscher Muttersprache in Wiens Pflichtschulen trage Wien hier eine Hauptverantwortung. Zudem könne ein Viertel der Wiener Volksschüler nicht sinnerfassend lesen. Die Folge sei, dass 8.000 Kinder jährlich die Schule abbrechen, Kinder nicht deutscher Muttersprache seien vier Mal so oft betroffen. "6.000 Lehrlinge brechen ihre Ausbildung ab. 75.000 Junge sind ohne Ausbildung und Job, fast die Hälfte davon hat Migrationshintergrund. Diese verlorene Generation ist das Produkt der SPÖ-Politik", kritisiert der VP-Klubobmann.

Faktum sei, dass bei der Feststellung der Schulreife die Deutschkenntnisse keine Rolle spielen, weshalb 60 % der Kinder nicht deutscher Muttersprache bei Schulbeginn keine ausreichenden Deutschkenntnisse hätten. Sie würden als außerordentliche Schüler geführt, ein System, in dem sie im Regelunterricht Mathematik und Sachunterricht haben, ohne dem Unterricht folgen zu können. Das sei blanker Unsinn. Zudem gebe es für außerordentliche Schüler keine Leistungsbeurteilung, lediglich eine Schulbesuchsbestätigung sei nötig, um aufzusteigen.

"Wir unterstützen daher die Forderung von StS Kurz "Deutsch vor Schuleintritt". Die Schulreife soll über die Deutschkenntnisse führen. Wer beim Schuleintritt nicht ausreichend Deutsch kann, soll in ein Deutschförderjahr, für Quereinsteiger soll es Crash-Kurse geben. Die SPÖ hat in Wien die Probleme jahrzehntelang geleugnet oder schöngeredet, es wird Zeit zu handeln", so Aichinger abschließend.

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