KA Präsident Schleicher: "Energiesparen statt E 10"

KA Wien begrüßt Berlakovich Entscheidung, die E 10 Einführung auszusetzen

Wien (OTS) - PEW (18.09.2012) Die zögerliche Rücknahme der sehr umstrittenen Entscheidung von Minister Berlakovich, mit 1. Oktober 2012 die Beimischungsquote für Bioethanol auf 10% zu erhöhen, sieht die Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Vor einem Monat bereits hatte sie das in einem Offenen Brief an die zuständigen österreichischen Minister gefordert, der übrigens unbeantwortet blieb.

Ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Mobilitätskonzept fehlt

Ein bloßes Aussetzen des Ministerbeschlusses scheint der Katholischen Aktion aber bei weitem nicht ausreichend zu sein. Mit ihrer Aktion "Autofasten" und zahlreichen Workshops im Rahmen der Welthaus-Ausstellung zum Thema "Unser täglich Brot im Autotank" weist die Katholische Aktion darauf hin, dass es in der Frage der Mobilität in Österreich noch kein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Konzept seitens der Bundesregierung gibt.

"Ich vermisse in der Begründung des Landwirtschafts- und Umweltministers die ethischen Argumente gegen E10, die man von ihm als christlich-sozialen Politiker eigentlich erwarten würde", gibt der Präsident der Katholischen der Aktion der Erzdiözese Wien Rembert Schleicher "mit verhaltener Freude über die Rücknahme der Entscheidung" zu bedenken. Die Beimischung von Bioethanol zum Treibstoff könne das Problem, dass die fossilen Energieträger langsam zu Neige gehen, weder aktuell noch nachhaltig lösen.

KA für nachhaltige Energiesparmaßnahmen

Im Blick auf die Zukunft müsse man sich der Frage stellen, wo wir vernünftig und nachhaltig Energie sparen können. "Die Notwendigkeit und die Möglichkeiten eines sparsamen Haushaltens mit Energie hat der Minister überhaupt nicht erwähnt, obwohl das eigentlich auf der Hand liegt, weil die Kompensation von fossilen Energieträgern durch andere Formen der Energiegewinnung allein das Problem nicht lösen kann", setzt der Wiener KA-Präsident nach.

Die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien fordert nicht nur, die E10-Pläne endgültig ad acta zu legen, sondern vor allem einen breiten Dialog darüber, wie wir in der Zukunft dem steigenden Energiebedarf begegnen sollen und den nachfolgenden Generationen Licht, Strom und Wärme gewährleisten können. Schleicher resümiert: "Es ist Zeit für eine Energiewende und zwar nicht nur in Richtung mehr Ökologie, sondern vor allem in Richtung weniger Verbrauch, sonst geht uns irgendwann einmal das Licht aus."

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