Industrie zu F&E: In die erste Liga der Innovationsstandorte vorstoßen

IV-GS Neumayer: Positive Dynamik bei F&E-Performance seit 2009 ins Stocken geraten - Forschungsförderung an geänderte Rahmenbedingungen der Unternehmen anpassen

Wien (OTS/PdI) - "Die positive Dynamik ist auf dem Sektor der F&E-Performance seit dem Krisenjahr 2009 ins Stocken geraten. Deswegen ist eine antizyklische Vorgehensweise unbedingt notwendig", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, zur Forderung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung nach einer Erhöhung der öffentlichen F&E-Ausgaben. Auch im europäischen Vergleich - dem Innovation Union Scoreboard 2011 - sei Österreich in den letzten Jahren um mehrere Ränge zurückgefallen. "Österreich entfernt sich somit immer weiter von der selbst gesteckten Zielsetzung der Bundesregierung, als 'Innovation Leader' in die erste Liga der Innovationsstandorte vorzustoßen. Hier müssen wir gegensteuern", betonte Neumayer. Der richtige Mix an Instrumenten sei wesentlich, Forschungsprämie und direkte Projektförderung seien wichtige Impulsgeber." In diesem Sinne wäre es wichtig, die Forschungsförderung an die geänderten Rahmenbedingungen der Unternehmen anzupassen. Ein konkretes Beispiel dazu wäre die Adaptierung der Headquarter-Initiative", sagte der IV-Generalsekretär.

Im Prinzip begrüße die Industrie die zahlreichen KMU-Initiativen wie etwa die Ausweitung des Innovationsschecks von 5.000 auf 10.000 Euro, "allerdings dürfen wir die für den Standort so wichtigen Leitbetriebe in der Forschungsförderung nicht vergessen. Denn gerade heute verschärft sich vor allem der firmeninterne Wettbewerb von international agierenden Unternehmen enorm", so der IV-Generalsekretär. 106 Leitbetriebe bringen 27 Prozent der gesamten österreichischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf, weiters gehen diese 106 Leitbetriebe eine Kooperationsbeziehung mit 95.000 KMU ein - "jeder Leitbetrieb sichert damit Arbeitsplätze, Produktion und Wertschöpfung".

"Um unsere Ziele im Interesse der FTI-Strategie weiterhin verfolgen zu können, bedarf es dringend Impulssetzungen, da sonst der Forschungs- und Innovationsstandort Österreich Gefahr läuft, an Attraktivität und das Rennen um internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren", so Neumayer. Flexible und verlässliche Rahmenbedingungen seien für Unternehmen wesentlich, um sich individuell den ständig ändernden Bedürfnissen des Marktes und der Gesellschaft anzupassen und im Wettbewerb um die besten Produkte bestehen zu können.

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