Seniorenrat - Blecha: "Unser Pensionssystem ist das beste" - Mit aller Entschiedenheit gegen unwahre Horrorzahlen auftreten

Seniorenrat für rasche Einführung von ELGA - "wesentlicher Teil der Gesundheitsreform"

Wien (OTS/SK) - In der heutigen Sitzung des Österreichischen Seniorenrates wurden u.a. die inhaltlichen Schwerpunkte "Pensionsanpassung 2013", "ELGA" und das "Nationale Qualitätszertifikat für Pflegeheime" behandelt. Das Hauptthema der Sitzung war aber, so Karl Blecha, Präsident des Seniorenrates und Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), die aktuelle mediale Diskussion betreffend die staatlichen Zuschüsse zum österreichischen Pensionssystem. Hierzu stellte Blecha in einer Pressekonferenz einmal mehr klar: "Unser staatliches, umlagenfinanziertes Pensionssystem ist das beste und sicherste System." Daher werden die Seniorenvertreter mit aller Entschlossenheit gegen aktuell medial kolportierte, unwahre Horrorzahlen auftreten. ****

Blecha machte deutlich, dass der staatliche Zuschuss zu den Pensionen - prozentuell am BIP gemessen - früher sogar höher als aktuell gewesen sei, und dass in die medial kolportierten 14 Milliarden Euro "zahlreiche Sozialleistungen, die nichts mit den Pensionen zu tun haben" eingerechnet wurden. Denn hier müsse man klar zwischen beitragsfinanzierten Leistungen wie der Pensions- und Krankenversicherung und steuerfinanzierten Sozialleistungen wie Ausgleichszulagen, Kosten für Rehabilitation oder auch Pflege unterscheiden.

Zum Thema Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) betonte der PVÖ- und Seniorenrats-Präsident, dass dieses Thema dem Österreichischen Seniorenrat "ganz besonders am Herzen liegt". Im Seniorenrat und im Pensionistenverband zeigt man sich erfreut über den noch besseren Datenschutz im aktuellen Entwurf und drängt auf eine rasche Umsetzung dieses "wesentlichen Teils der Gesundheitsreform, der besonders für ältere Menschen von besonders hoher Bedeutung ist".

Erfreut zeigte sich Blecha darüber, dass mit dem Nationalen Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime bereits ein erster Punkt des Bundesplans für Seniorinnen und Senioren - für Blecha ein "europäisches Unikat" - umgesetzt wurde. Dieses werde deutlich zur Verbesserung und Absicherung der Lebensqualität von älteren, pflegebedürftigen Menschen beitragen.

In der heutigen Sitzung des Seniorenrates wurden des Weiteren die Vorbereitung und der Ablauf der Enquete "Gleiche Chancen für Alt und Jung? - Generationengerechtigkeit im Spannungsfeld von Chancen", die am 6. November im Palais Epstein stattfinden wird und die Ausschreibung der Medienpreise "Senioren-Rose" und "Senioren-Nessel" thematisiert.

Angesprochen auf die Pensionsanpassung 2013 stellte Blecha klar, dass "es darüber detaillierte Verhandlungen der Pensionistenvertreter mit der Bundesregierung" geben werde.

Zur aktuellen Diskussion über die Einführung eines Profi-Heeres betonte Blecha, dass er "klar für die Abschaffung der Wehrpflicht" sei. Denn: "Diese hat heute ihre Bedeutung vollkommen verloren." Der PVÖ- und Seniorenrats-Präsident spricht sich weiters für die Einführung eines Sozialdienstes aus, wolle aber den fertigen Vorschlag "noch genau studieren". Klar ist für Blecha dabei, dass "dieser sicher auf jeden Fall besser ist, als das, was wir jetzt haben". (Schluss) sv/bj

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