Wlodkowski: Biogene Treibstoffe bleiben Problemlöser für Verkehrsbereich

Unsinnige Polemik lenkt von wahren Verursachern des Klimawandels ab

Wien (OTS) - "Biogene Treibstoffe, die in Österreich beziehungsweise in der EU unter Beachtung strikter Nachhaltigkeitskriterien erzeugt werden, bleiben weiterhin ein wesentliches Instrument zur raschen Verringerung der mineralölbedingten Treibhausgas-Belastung. Daran ändern auch interne Diskussionspapiere der Europäischen Kommission nichts. Betrachtet man die gesamten Produktionsschritte vom Feld bis zum Tank, so zeigt sich, dass in Österreich erzeugte biogene Treibstoffe um bis 70% weniger Treibhausgase ausstoßen als fossile. Jeder weiß, dass im Verkehrssektor sofort Maßnahmen gegen die Klimabelastung gesetzt werden müssen. Die heftigen Unwetter der letzten Monate haben zusätzlich deutlich gemacht, dass wir nicht auf irgendwelche ferne Zukunftslösungen nach 2020 warten können", stellte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, im Zusammenhang mit dem Aussetzen der E10-Einführung fest und ergänzte:
"Noch mehr Rohöl aus Kasachstan, Irak, Nigeria, Libyen oder Syrien zu importieren und damit korrupte Regime, Kriege und Terroraktivitäten zu finanzieren, ist sicherlich keine Lösung für unsere Klima- und Energieprobleme."

Fakten gegen Polemik

Bei der Bioethanolproduktion in Österreich wird in der Bioraffinerie Pischelsdorf im optimierten Produktionsprozess bereits jetzt aus den eingesetzten Rohstoffen nicht nur ausreichend biogener Treibstoff für E10, sondern eine ganze Produktpalette, vom gentechnikfreien Eiweißfuttermittel über Industriestärke und regeneratives CO2, erzeugt. Wlodkowski dazu: "Diese gekoppelte Produktion hochwertigen Eiweißfutters für den Nahrungsbereich und veredelter Ausgangsstoffe für den weiteren technischen Einsatz wird von den polemisch agierenden Biotreibstoffgegnern absichtlich ignoriert."

Zynische Argumentation

"Die Frage, wie man wirksam den Hunger in der Welt bekämpfen kann, ist viel zu ernst für billige Polemik. Es ist unbestritten, dass sich durch die Verbrennung fossiler Energieträger das Klima dramatisch ändert. Eine Folge davon ist die Dürre, die zu katastrophalen Getreideernten führt. Daher müssen rasch wirksame Gegenmaßnahmen gesetzt werden. Es grenzt an Zynismus, wenn durch Klimakatastrophen wesentliche Teile der Getreideproduktion in der USA und in anderen Regionen der Welt vernichtet werden, wenn dann durch Spekulanten die Rohstoffpreise in die Höhe getrieben werden und statt konsequent die tatsächlichen fossilen Ursachen der Rohstoffverknappung aufzuzeigen, derzeit nur unsinnige Polemik gegen biogene Treibstoffe verbreitet wird", ärgerte sich Wlodkowski.

"In Österreich erzeugte biogene Treibstoffe sind für die Erreichung unserer Klimaziele im Verkehrsbereich sofort wirksam und deshalb weiterhin ein wichtiger Beitrag zur Problemlösung. Ich hoffe daher, dass rasch Vernunft einkehrt, um wieder gemeinsam wirksame Schritte gegen Klimakatastrophen, wie die Verwendung von biogenem Treibstoff, setzen zu können", so Wlodkowski.
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