Laut "Clean Clothes" arbeiteten Brandopfer in Pakistan für KIK-Zulieferer - SP-Bayr ruft KIK zum Handeln auf

Sicherheitsstandards und Arbeitsrechte müssen eingehalten werden, weltweit

Wien (OTS/SK) - Laut Angaben der "Clean Clothes"-Kampagne soll der verheerende Unfall in der Textilfabrik in Karachi, Pakistan, in einem Zulieferbetrieb, der auch für die Textilkette KIK produziert, passiert sein. Letzte Woche starben bei einem Brand in der Fabrik fast 300 Menschen, weil Sicherheitsstandards missachtet wurden. Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für globale Entwicklung, ruft KIK, das bisher noch keine Stellung abgegeben hat, zum Handeln auf: "Ich erwarte, dass KIK - falls es sich um einen Zulieferbetrieb handelt -sich möglichst bald öffentlich für den Vorfall entschuldigt und alle nötigen Konsequenzen zieht: Der großzügigen Entschädigung der überlebenden Opfer und aller Angehörigen muss die verbindliche Einführung von ausreichenden Sicherheitsstandards und arbeitsrechtlichen Mindestnormen in allen Zulieferbetrieben folgen." ****

KIK hat 3.200 Geschäfte in acht europäischen Ländern, darunter auch in Österreich und lässt in den so genannten Schwellen- und Entwicklungsländern produzieren. Nach dem Ausbrechen des Feuers in dem Betrieb in Karachi konnte etwa die Hälfte der 600 Arbeiterinnen und Arbeiter die Fabrik nicht verlassen, weil die Ausgänge verriegelt waren. Sie starben in den Flammen. Personen aus den oberen Stockwerken konnten sich durch einen Sprung aus dem Fenster retten. Dabei zogen sie sich Knochenbrüche zu.

Nach Angaben der "Clean Clothes"-Kampagne, die sich aktiv für faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelproduktion einsetzt, wurden in der Textilfabrik in Karachi Jeans mit dem Etikett "Okay" verkauft. Diese gibt es auch in Österreich zu kaufen. Petra Bayr betont die Rolle der Konsumentinnen und Konsumenten: "Jede Kaufentscheidung soll im Bewusstsein ihrer Folgen über die nationalen Grenzen passieren. Als Konsumentin habe ich nicht nur die Möglichkeit dank international anerkannter Zertifikate faire Entscheidungen zu treffen. Ich kann auch bei den herstellenden und vertreibenden Firmen nachfragen, unter welchen Umständen produziert wird und wie ein Unternehmen zu Vorwürfen und Vorfällen steht. Das zeigt, dass es mir nicht 'wurscht' ist, wenn andere Menschen für meine billige Jeans ausgebeutet werden." (Schluss) ah/mp

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