Becker: EU-Initiative zur Förderung des sozialen Unternehmertums

Sozialausschuss des EU-Parlaments beschließt Bericht des ÖVP- Sozialsprechers Heinz K. Becker

Brüssel, 18. September 2012 (ÖVP-PD) Die Förderung des "sozialen Unternehmertums" in der EU soll den steigenden Bedarf an sozialen Dienstleistungen decken, neue Arbeitsplätze - vor allem für junge Menschen - schaffen und soziale Innovationen vorantreiben. Dafür hat sich heute der Sozialausschuss des EU-Parlaments mit großer Mehrheit ausgesprochen. In dem vom Sozialsprecher der ÖVP im Europäischen Parlament, Heinz K. Becker, verfassten Bericht fordern die Parlamentarier "verbesserte und angemessene Rahmenbedingungen" für Unternehmen, die soziale Produkte und Dienstleistungen anbieten und deren Geschäftstätigkeit soziale Ziele erfüllt. "Wir müssen zur Förderung von Sozialunternehmen ein effizientes 'Ökosystem' in Europa schaffen, in dem Arbeitsplätze, soziale Innovationen und Gemeinsinn natürlich wachsen", erklärt Becker.****

Soziales Unternehmertum sehen die Parlamentarier neben den bekannten sozialen Trägerorganisationen ebenso im Bereich vieler Vereine, Genossenschaften, Stiftungen, Gegenseitigkeitsgesellschaften und in Unternehmen der "weißen und grünen Wirtschaft". Die Betreuung älterer und behinderter Personen oder Kindern und Familien, die Vermittlung von Wohnraum für schutzbedürftige Menschen, die Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen oder die Vermittlung von Angeboten des lebenslangen Lernens sollen dazugehören. "Dies müssen nicht zwangsläufig non-profit Organisationen sein", erläutert Becker. Auch Unternehmen, die kommerziell ausgerichtet sind, dabei aber marginalisierte Personen beschäftigen und integrieren, sollen Teil der europaweiten Initiative sein, will der ÖVP-Abgeordnete.

Das Maßnahmenpaket wird - neben den Förderungen durch die Mitgliedstaaten - auch einen sozialen Investitionsfonds enthalten, der Sozialunternehmen den Zugang zu Finanzmitteln erleichtern soll, sowie die Möglichkeit, Sozialunternehmen auch im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Europäischen Regionalfonds zu (EFRE) zu fördern. Außerdem wollen die Abgeordneten ein europäisches Gütesiegel für soziale Unternehmen, damit diese stärker wahrgenommen werden und besser verglichen werden können, europäische Statuten für verschiedene Sozialunternehmensformen als neue Rechtsform sowie eine Vereinfachung der Vorschriften für staatliche Beihilfen zu sozialen und lokalen Dienstleistungen. "Soziales Unternehmertum ist eine Notwendigkeit angesichts der sich wandelnden Gesellschaft und besitzt gleichzeitig ein enormes Potential, neue Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen. Mit dieser Initiative kann eine neue innovative Phase in ganz Europa starten", so Becker.

"Der hohe Stellenwert des sozialen Unternehmertums für ganz Europa wird durch aktuelle Stellungnahmen von Kommissionspräsident Barroso und der Kommissare Tajani, Barnier und Andor untermauert, mit denen das große Zukunftspotenzial für unsere Gesellschaft und Wirtschaft, speziell für Wachstum und Arbeitsplätze betont wird", erklärt Becker abschließend.

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