Walser/Korun: Beharren auf eigene MigrantInnenklassen ist absurd

Grüne: Kurz soll zweites Kindergartenjahr für alle innerhalb der ÖVP durchsetzen

Wien (OTS) - "Sebastian Kurz entwickelt sich immer mehr zum Desintegrationsstaatssekretär", meint Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, zur neuerlichen Forderung nach eigenen MigrantInnenklassen durch ÖVP- Staatssekretär Kurz. "Ich empfehle Herrn Kurz, besser das zweite verpflichtende Kindergartenjahr in der eigenen Partei durchzusetzen, und damit eine echte Fördermaßnahme zu erwirken", erinnert Walser an ein bisher nicht eingelöstes Versprechen. "Die schwarze Erbsensortieranlage ist ein Modell des 19. Jahrhunderts und nicht des 21."

"Dass ein Staatssekretär für Integration nun vehement die Trennung des Unterrichts von Kindern mit und ohne deutsche Muttersprache fordert, ist absurd", kommentiert Alev Korun, Integrationssprecherin der Grünen, das Beharren von Staatssekretär Kurz auf getrennte Klassen. "Wo bleibt da die Integration?"

"Die Forderung, Deutschkenntnisse als Knock-Out Kriterium für den Schuleintritt ins Gesetz schreiben zu lassen zeigt, dass der Staatssekretär das 'Zusammen' der Integration nicht verstanden hat und für die Schlagzeile zu uralten FPÖ-Forderungen greift. Ja zu Förderung bei Deutschkenntnissen für alle Kinder, Nein zu dauerhaftem Separieren von Kindern. Will Kurz übrigens auch Kinder mit unzureichender Sprachentwicklung aber deutscher Muttersprache in extra Klassen stecken? Sinnvoll ist es, mehr Lehrkräfte in gemischten Klassen einzusetzen, damit alle gut vorankommen. Gemeinsam", sagt Korun.

Abschließend wiederholt Walser seine Einladung an Sebastian Kurz, ihn zu einer Studienreise nach Finnland zu begleiten: "Dort wird jedes vierte Kind in der Klasse gefördert".

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