Spindelegger: "Österreich reagiert auf das Flüchtlingsdrama in Syrien"

Vizekanzler kündigt Verdoppelung der humanitären Hilfe für Syrien an

Wien (OTS) - Angesichts der kritischen humanitären Lage in Syrien stockt Österreich seine Hilfe für das vom Bürgerkrieg zerrüttete Land substantiell auf. "Der bereits für die schwere humanitäre Krise in Syrien geleistete Betrag von 1 Million Euro wird verdoppelt. Wir reagieren damit auf die Zuspitzung der Situation in Syrien und leisten einen Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise in den Nachbarländern" gab Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger nach dem heutigen Ministerrat bekannt.

Die Bundesregierung hat heute auf Initiative Spindeleggers beschlossen, diese zusätzliche Finanzhilfe aus dem Hilfsfonds für Katastrophenfälle im Ausland bereitzustellen. Der aufgestockte Betrag wird - so der Vizekanzler - dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sowie österreichischen Nichtregierungsorganisationen bereitgestellt. Das Flüchtlingshilfswerk wird 650.000 Euro erhalten. 350.000 Euro werden für Hilfsvorhaben heimischer Nichtregierungsorganisationen, die in der Region tätig sind, zur Verfügung gestellt.

Spindelegger verwies darauf, dass sich die humanitäre Lage in Syrien weiter verschlechtert habe. Tausende Familien wurden in den vergangenen Wochen aufgrund der intensivierten Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Opposition vertrieben. Der Zugang zur elementarsten Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und medizinischer Hilfe ist für viele Syrer nicht mehr gesichert. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen benötigen zurzeit über 2,5 Mio. Personen innerhalb Syriens humanitäre Hilfe, davon 1,5 Mio. Vertriebene. Darüber hinaus besteht wachsender Finanzierungsbedarf für die steigende Zahl an Flüchtlingen, die Schutz in den Nachbarländern Libanon, Jordanien, Türkei und Irak suchen (74% davon Frauen und Kinder). Gemäß Angaben des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) sind derzeit mehr als 253.000 Syrer als Flüchtlinge in Nachbarländern registriert.

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