Ökostrom-Einspeisetarife endlich verordnet

IG Windkraft begrüßt die geschaffene Planungs- und Investitionssicherheit im Ökostromausbau

St. Pölten (OTS) - St. Pölten, 18. September 2012: Die Verordnung der Einspeisetarife für neue Ökostromanlagen legt die Vergütung für Ökostrom bis Ende 2013 fest und schafft gemeinsam mit dem seit Anfang Juli in Kraft befindlichen neuen Ökostromgesetz stabile Rahmenbedingungen für den Windkraftausbau. Damit können in Österreich Windräder an den besten Windstandorten umgesetzt werden.

Die IG Windkraft begrüßt die Schaffung von Planungs- und Investitionssicherheit für den zukünftigen Windkraftausbau in Österreich.

Wind-Einspeisetarife ermöglichen den Ausbau auf den Beststandorten Der heute bekanntgewordene Einspeisetarif für die kommenden Windkraftprojekte in der Höhe von 9,5 Cent/kWh Windstrom für das Jahr 2012 und 9,45 Cent/kWh für das Jahr 2013 ermöglicht den Ausbau der Windenergie in Österreich an den besten Standorten. Für Standorte mit geringeren Windverhältnissen oder erhöhten Ausbaukosten, z.B. wegen längerer Zuwegung und Ableitung des Stroms wird es durch die Absenkung der Tarife 2013 schwierig. "Gerade für Standorte in Oberösterreich und der Steiermark hätten wir uns daher eine geringere Absenkung der Einspeisetarife für das nächste Jahr gewünscht", erklärt Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer die IG Windkraft. Nach dem Ökostromgesetz benötigt Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner für die Verordnung der Einspeisetarife für Ökostromanlagen sowohl die Zustimmung von Minister Rudolf Hundstorfer, der für den Konsumentenschutz zuständig ist, wie auch die Zustimmung von Umweltminister Niki Berlakovich. "Positiv sehe ich die Bemühungen von Wirtschaftsminister Mitterlehner und seinen Beamten, die sich dafür eingesetzt haben, dass mit den Einspeisetarifen zumindest die Beststandorte ausgebaut werden können", unterstreicht Mag. Stefan Moidl.

Mit dem Ökostromgesetz 2012 begann neue Ausbauphase der Windkraft Am 7. Juli 2011 wurde im Nationalrat das Ökostromgesetz 2012 beschlossen, durch welches eine neue Ausbauphase eingeleitet wurde. Im Herbst letzten Jahres konnte die Warteschlange der Windkraftprojekte abgebaut werden. Dadurch erhielten Projekte im Umfang von 472 MW Leistung sofort die Förderzusage. Anfang Februar diesen Jahres genehmigte die EU-Kommission das Ökostromgesetz 2012 aus beihilferechtlicher Sicht. Dadurch wurde der Weg für das Inkrafttreten am 1. Juli 2012 frei. Im Jahr 2012 werden Windkraftanlagen mit mehr als 300 MW Leistung fertig errichtet - das entspricht einer Leistungssteigerung um fast ein Drittel des Bestandes.

2.000 MW Zubau bis zum Jahr 2020 Im Ökostromgesetz ist als Zielsetzung ein Zubau von Windkraftanlagen mit einer Leistung von 2.000 MW verankert. Bis 2020 werden somit mehr als 3.000 MW Windkraftleistung sauberen und umweltfreundlichen Windstrom erzeugen. Mehr als 50% aller Haushalte in Österreich werden dann mit Windstrom versorgt. Der Ausbau wird 4,7 Mrd. Euro an heimischer Wertschöpfung auslösen und mehr als 4 Mio. t CO2 pro Jahr einsparen.

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