Leitl: Österreichs Firmen haben großes Vertrauen in bulgarische Wirtschaft

Präsident Plevneliev sieht Österreich wieder als Nummer Eins Auslandsinvestor in Bulgarien und erwartet Verfünffachung des bilateralen Handelsvolumens

Wien (OTS/PWK626) - Anlässlich seines Besuchs in Österreich eröffnete der bulgarische Staatspräsident Rossen Plevneliev heute, Dienstag, gemeinsam mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) Christoph Leitl ein bulgarisch-österreichisches Wirtschaftsforum in Wien. In seiner Eröffnungsrede betonte Leitl, "dass sich Bulgarien zu einem stabilen und wichtigen Wirtschaftspartner für Österreich in der Region entwickelt hat." Die Höhe der Investitionen (gegenwärtig 6,3 Mrd.EUR) sowie die Zahl der in Bulgarien tätigen österreichischen Investoren (ca. 400) zeige, dass Bulgarien bei österreichischen Unternehmen als beliebter und seriöser Investitionsstandort angesehen wird. Leitl: "Dabei haben sich die österreichischen Investoren nicht nur auf einen Wirtschaftsbereich konzentriert, sondern sind praktisch in allen Sektoren direkt vor Ort vertreten. Unsere Unternehmen haben großes Vertrauen in die bulgarische Wirtschaft und wir freuen uns, dass auch Bulgarien unseren Firmen dieses Vertrauen zurückgibt."

Präsident Plevneliev wies darauf hin, "dass das bilaterale Handelsvolumen zwischen beiden Staaten trotz der Weltwirtschaftskrise in den in den vergangenen drei Jahren von 800 Mio. Euro im Jahr 2009 auf eine Milliarde Euro im Jahr 2011 gestiegen ist. Bis zum Jahr 2020 halte ich eine Verfünffachung des Handelsvolumens für möglich." Er dankte in diesem Zusammenhang auch Österreich dafür, dass viele Bulgaren nach der politischen Wende nach Österreich kommen durften, um hier eine Ausbildung zu absolvieren. "Diese in Österreich top-ausgebildeten Bulgaren kommen jetzt als Experten zurück und helfen am Aufbau unseres Landes zu einem modernen Bulgarien", so Plevneliev.

Leitl und Plevneliev sehen in den Bereichen Infrastruktur, Tourismus (Winter- und Thermentourismus), e-government, Aus- und Weiterbildung, Energieeffizienz sowie Umwelttechnologie und Umweltschutz jene Sektoren, in denen eine Intensivierung der bulgarisch-österreichischen Wirtschaftsbeziehungen die größten Möglichkeiten bergen. Außerdem wolle man in der Weiterentwicklung der Donauraum- und der Schwarzmeerstrategie eng kooperieren. Generell setzte sich nach der Belebung des bilateralen Handels zwischen Österreich und Bulgarien 2010 und 2011 das Wachstum 2012 fort: Die österreichischen Exporte stiegen im 1. Halbjahr um 9,4% auf 320 Mio. Euro. Die Erhöhungen wurden u.a. vom Anstieg der Lieferungen von Raffinerieprodukten, Medikamenten, Düngemitteln, Textilien, Hableiterelementen und Spezialmaschinen getragen. Bei den Importen aus Bulgarien gab es Zunahmen bei den Lieferungen von Bekleidung (Bulgarien zählt bereits zu den drei wichtigsten Lieferanten des österreichischen Bekleidungsmarkts mit Ursprung EU), bei Sportartikeln (Schi) und bei Möbeln. Die österreichischen Auslandsinvestitionen (FDI) in Bulgarien wachsen indes weiter und Österreich bleibt nach den Niederlanden das zweitwichtigste Herkunftsland von FDI in Bulgarien. "Bis 2009 war Österreich der größte Auslandsinvestor bei uns in Bulgarien. So wie die Entwicklung unserer Wirtschaftsbeziehungen derzeit läuft, sehe ich die gute Chance, dass Österreich in naher Zukunft auch wieder die Nummer Eins wird", so Plevneliev abschließend. (BS)

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