Auer/Köstinger: Leader erzielt am Land enorme Wertschöpfungseffekte

4,3 Mio. Menschen profitieren in Österreich vom EU-Regionalprogramm

Brüssel/Wien (OTS) - "Wirtschaft am Land braucht Impulse, Innovation und Dynamik, damit der Begriff Perspektive nicht ein politisches Schlagwort bleibt. Das EU-Regionalprogramm Leader hat in 86 Regionen Österreichs bisher 8.500 verschiedene Projekte auf den Weg einer nachhaltigen Regionalentwicklung gebracht", sind sich Bauernbund-Präsident Jakob Auer und EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger anlässlich eines Besuches der Leader-Region Wels Land in Brüssel einig.

Insgesamt 2.011 Gemeinden waren österreichweit an Leader beteiligt, 4,3 Mio. Menschen leben in Leader-Regionen. Allein in Oberösterreich profitieren 426 Kommunen von den Vorteilen, das Gros der Bevölkerung, nämlich 1,044 Mio. Menschen (75%), werde durch Leader-Projekte abgedeckt, verwies Auer auf die enorme Breitenwirkung dieses Programms. Und zur Reichweite: Mit 96% der Fläche sei etwa Oberösterreich bis auf wenige Quadratkilometer flächendeckend versorgt. Dass neben Dorf- und Regionalentwicklung, Kulturinitiativen und Tourismusprojekten auch Agrarthemen eine wichtige Rolle spielen, ist auf die Bedeutung der Landwirtschaft für die Wirtschaft am Land zurückzuführen. "Wenn ein Projekt gut gemacht wird, dann kann sich auch die Wirkung sehen lassen. So konnten allein in Oberösterreich 487 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, 1.031 Jobs wurden nachhaltig gesichert", verwies Auer auf die aktuelle Bilanz.

EUR 1,4 Mrd. Wertschöpfung stehen auf dem Spiel

"Bei Leader ziehen alle Projektpartner an einem Strang, weil am Land jeder weiß, dass man es nur miteinander weiter bringt. Das A&O jeder Regionalentwicklung ist spürbare Wertschöpfung und sichere beziehungsweise neue Arbeitsplätze. Wenn das Investitionsklima stimmt, dann bleibt der ländliche Raum vital und profitabel für Betriebsansiedlungen", ist Auer überzeugt, dass Leader ein unverzichtbares Element zur Entwicklung des Ländlichen Raums ist, das sich in Österreich tausendfach bewährt hat. Leader ist ein Teilprogramm der 2. Säule der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, deren zukünftige Ausgestaltung heute, Dienstag, im Agrarausschusses des EU-Parlaments diskutiert wird. "Im Agrarausschuss des EU-Parlaments ist man sich über eine Weiterführung von Leader einig. Wir wollen die Programme mit einem fixen Anteil von 5% an den gesamten Programmen der Ländlichen Entwicklung absichern", forderte Köstinger. "Leader lebt einen sehr partnerschaftlichen Bottom-up Ansatz. Dieses unbürokratische Prinzip muss bei der neuen Programmperiode Vorrang haben. Klar ist aber auch, dass die Gestaltungshoheit im Landwirtschaftsbereich bleiben muss", hielt Köstinger fest. "Es braucht auch weiterhin eine lokal verortete Programmschiene, wo Projekte für Land und Landwirtschaft vorangetrieben werden", zeigte sich Bauernbund-Präsident Auer abschließend überzeugt.
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