Xaver Schwarzenberger lüftet "Clarissas Geheimniss"

Präsentation des ORF/ARD-Familiendramas mit Friedrich von Thun, Krista Stadler, Hary Prinz sowie Fritz und Aaron Karl

Wien (OTS) - "Der Film hat eine große melodramatische Dimension:
Verrat, Tod und Liebe - da ist alles drin", verrät Regisseur Xaver Schwarzenberger im Rahmen der Präsentation von "Clarissas Geheimnis" am Montag, dem 17. September 2012, auf Schloss Herberstein. In Anwesenheit der Produzenten Dieter Pochlatko, Moritz von der Groeben und Alexander von Hohenthal sowie der Darsteller Friedrich von Thun, Krista Stadler, Fritz Karl, Aaron Karl und Hary Prinz (steht derzeit für den ORF-Landkrimi "Steirerblut" in Eisenerz vor der Kamera) wurde das ORF/ARD-Familiendrama, das am Mittwoch, dem 3. Oktober, um 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF 2 steht, im exklusiven Rahmen dem Team, den Förderern und der Presse präsentiert. Unter der Regie von Schwarzenberger spielen in weiteren Rollen Katja Riemann, Paula Kalenberg, Herbert Knaup, Nina Proll, Thomas Sarbach u. v. m.

Friedrich von Thun als Patriarch in der Steiermark

Als todkrankes Familienoberhaupt versucht Friedrich von Thun in "Clarissas Geheimnis", auch noch kurz vor seinem Tod die Fäden in der Hand zu behalten. Auf die Frage, ob er gerne Patriarchen spielt, antwortet Friedrich von Thun: "Ich habe ungefähr 200 Rollen gespielt, aber Patriarchen nur zweimal." Und so sind seine Patriarchen-Rolle im "Zodiak" und in "Clarissas Geheimnis" auch kaum zu vergleichen: "Im 'Zodiak' war ich als Patriarch sehr aktiv tätig. In diesem Film habe ich gar keine Chance, Intrigen zu spinnen." Neben der Zusammenarbeit mit Xaver Schwarzenberger hat vor allem die Steiermark ihn zur Zusage bewogen: "In der Steiermark zu drehen ist immer eine Art Heimkommen. Ich habe Freunde und Familie hier, kenne einige Menschen und verbinde viele Kindheitserinnerungen mit der Steiermark."

Schloss Herberstein - ein adäquater Familienwohnsitz der Familie Löwental

Das gesamte Team ließ sich von der historischen Atmosphäre auf Schloss Herberstein inspirieren. "Das ist ein wunderschönes Schloss und hat in etwa die Dimension, die dieser Geschichte entspricht", erklärt Xaver Schwarzenberger und bestätigt seine Liebe zur Steiermark: "Ich bin ein begeisterter Steiermark-Fan. Da ich eher ein kulinarischer Typ bin, fühle ich mich hier immer sehr, sehr wohl." Das richtige Gefühl für die Geschichte bekommt auch "Vermisst -Alexandra Walch, 17"-Kommissar Hary Prinz: "Wenn man hier ein bisserl herumspaziert ist in den Drehpausen, sich mal die ganzen Räume angesehen hat, wie die Stimmung hier ist, dann bekommt man schon ein ganz gutes Gefühl vermittelt." Für die Stimmung begeistern konnte sich auch Krista Stadler, aber im realen Leben kann sie sich kein Schlossleben vorstellen: "Also ich möchte es nicht geschenkt haben, ich habe selber ein Haus aus dem 19. Jahrhundert, und das ist natürlich nicht ansatzweise so groß, aber es ist mir das schon zu viel Arbeit."

Fritz und Aaron Karl: Der dritte Film für das Vater-Sohn-Gespann

Bereits zum dritten Mal standen Fritz Karl und sein Sohn Aaron für den gleichen Film vor der Kamera. "Aaron hat sehr früh gedreht - da war er fünf oder sechs Jahre alt. Es war aber nie spruchreif, dass er Schauspieler wird, er ist irgendwie reingerutscht", erzählt Fritz Karl und betont aber eines: "Es ist wichtig, das berufliche Handwerk zu beherrschen - der jugendliche Held ist irgendwann vorbei. Heutzutage gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich dieses Handwerk anzueignen." Und genau auf diesem Weg ist auch Aaron, der regelmäßig mit einem Schauspielcoach arbeitet, und sollte es dann doch noch Fragen geben, geht er gerne zu seinem Vater: "Er ist natürlich die erste Anlaufstelle und man schaut sich auch sehr viel ab", erklärt Aaron Karl. Und Fritz Karl weiter: "Es gibt Erfahrungswerte in diesem Beruf, die er aber selber machen muss. Er muss seine eigenen Lehren daraus ziehen - das kann ich ihm nicht abnehmen." Eine Erfahrung fehlt dem Vater-Sohn-Gespann jedoch noch. Obwohl "Clarissas Geheimnis" bereits der dritte gemeinsam Film ist, hofft Aaron Karl noch auf mehr gemeinsame Produktionen: "Wir hatten noch nie eine Szene miteinander. Ich hoffe schon, dass das noch kommt. Ich würde gerne einmal zusammen mit ihm drehen. Bisher haben wir uns nur in den Drehpausen ab und zu gesehen."

Mehr zum Inhalt:

Die achtzehnjährige Stella Wagner (Paula Kalenberg) ist bei ihrer Mutter Clara (Katja Riemann) in der südafrikanischen Savanne aufgewachsen. Gemeinsam mit ihrem Partner Togo (Getmore Sithole) betreibt Clara ein kleines Safari-Unternehmen, in dem Stella immer wieder aushilft. Stellas Wunsch, in Europa zu studieren, verursacht eine der wenigen Spannungen in diesem idyllischen Leben. Als Clara Stellas Plänen in die große Welt zu ziehen vehement entgegentritt, hält die Tochter ihre Mutter für eine konservative Langweilerin. Ein unerwarteter Besucher aus Europa, Carlo (Fritz Karl), setzt eine Kette von Ereignissen in Bewegung, die Stella auf die weite und abenteuerliche Reise in die Heimat ihrer Mutter bringt. Kurz nach Carlos Besuch kommt Clara bei einem Autounfall ums Leben. In ihrem Nachlass findet Stella erstaunliche Informationen. Alles, was Clara ihr über ihre Familie erzählt hatte, war gelogen. Clara ist nicht die Tochter eines Schweizer Anthropologen, Stellas Vater ist nicht gestorben, als sie zwei Jahre alt war, ihr Name ist nicht Wagner. Tatsächlich stammt Clara aus dem schwerreichen, geheimnisvollen Familienclan Löwental. Stella macht sich auf die Reise nach Österreich, um den Geheimnissen ihrer Mutter und der Identität ihres Vaters auf die Spur zu kommen.

Als sie auf dem luxuriösen Anwesen ihrer Familie eintrifft, traut sie ihren Augen nicht: In einer Limousine sieht Stella ihre verstorbene Mutter vorbeifahren. Fassungslos betritt sie das Haus, muss jedoch feststellen, dass die Doppelgängerin Charlotte (Katja Riemann), die Zwillingsschwester ihrer Mutter, ist. Stellas Auftauchen löst in der Familie Löwental nicht nur Freude aus. Konstantin (Herbert Knaup), der sich um die Familiengeschäfte kümmert, sorgt sich um sein Erbe, und der Rest des Clans versucht mit aller Macht, das Mädchen von ihrem Großvater Albert (Friedrich von Thun) fernzuhalten. Als eines Tages Carlo auftaucht und Stella bittet, Recherchen über die dunklen Machenschaften des Familienkonzerns anzustellen, gerät Stella in einen Strudel aus Lügen und Intrigen. Und welche Rolle spielt dabei Jakob (Thomas Sarbacher), Charlottes Ehemann?

"Clarissas Geheimnis" ist eine Koproduktion von Zoela Film GmbH Berlin mit epo-film GmbH Wien/Graz und ORF in Kooperation mit ARD Degeto für Das Erste und RAI Cinema. Gefördert wird die Produktion vom Fernsehfonds Austria und der Cinestyria Filmcommission and Fonds.

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