Rübig: Endlich Fesseln der KMU lösen

EU-Parlamentsausschuss will "Internationalisierungsstrategie" für europäische kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Brüssel, 18. September 2012 (OTS) Der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments hat sich heute mit großer Mehrheit für eine "Internationalisierungsstrategie" für europäische kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausgesprochen. "Wir müssen endlich die Fesseln der KMU in der EU lösen", erklärt der Industriesprecher der ÖVP im EU-Parlament, Paul Rübig, der Verfasser des heute verabschiedeten Berichts ist. Die Abgeordneten fordern eine "umfassende Koordinierung" der Politik der EU und der Mitgliedstaaten zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der Geschäftsmöglichkeiten für KMU. Dass derzeit nur 25 Prozent der KMU in der EU im EU-Binnenmarkt aktiv seien, zeige den "dringenden Handlungsbedarf", so Rübig. ****

"Die Industriepolitiken der Mitgliedstaaten weichen immer noch sehr stark voneinander ab. Außerhalb der EU führen komplexe Zollvorschriften, unklare technische Verordnungen und fehlende Marktinformation dazu, dass sich viele Unternehmer dreimal überlegen, ob Sie im Ausland aktiv werden", erläutert Rübig. "Gerade jetzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, kann sich die
EU solche Hindernisse nicht mehr leisten", betont der EU-Parlamentarier. "Nachhaltiges Wirtschaftswachstum kann in der aktuellen Krise nicht aus ein paar Prestigeprojekten, sondern nur aus der breiten Masse der kleinen und mittleren Betriebe kommen. Deshalb liegt in der Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU der Schlüssel zum Aufschwung", so Rübig.

Rübigs Bericht fordert unter anderem die Senkung der Kosten für Unternehmensneugründungen durch sogenannte "One-stop Shops", Pilotprojekte für innovative Steuerregime für KMU und mehr "Erziehung zu unternehmerischem Denken" in den Lehrplänen von Schulen. Rübig will auch Programme wie "Erasmus für junge Unternehmer" weiter fördern, mit denen talentierten Unternehmern ermöglicht wird, Erfahrung im Ausland zu sammeln. Außerdem bemängelt er die fehlende Effizienz der Umsetzung der KMU-Politik der EU in den Gesetzen der Mitgliedstaaten: "Wenn die EU-Regelungen für Unternehmen von den Mitgliedstaaten mit immer neuen Divergenzen und Zusatzregelungen in nationales Recht umgesetzt werden, dann kommt unter dem Strich genau das Gegenteil vom dem heraus, was eigentlich geplant war: nämlich Komplikationen und zusätzlicher Verwaltungsaufwand für KMU", bedauert Rübig. Deshalb schlägt der Bericht vor, in Zukunft Gesetze verstärkt als Verordnungen vorzuschlagen, die unmittelbar in allen EU-Ländern gelten und nicht eines nationalen Umsetzungsgesetzes bedürfen.

Rückfragen:

Dr. Paul Rübig, MEP, Tel.: +32-2-284-5749 paul.ruebig@ep.europa.eu

Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784 daniel.koster@ep.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0002