FPÖ-Neubauer: Neuerlicher Störfall in Temelin und der Umweltminister schläft weiter

Nach Wartungsarbeiten undichte Stelle entdeckt

Wien (OTS) - "Wenn mittlerweile sogar Japan die einzig richtigen Konsequenzen aus der Katastrophe von Fukushima zieht, indem es nun aus der Atomenergie aussteigt, wie auch mehrere Länder in Europa, wenn in der Atomnation Frankreich das AKW Fessenheim abgeschaltet werden soll, dann ist es absolut nicht einzusehen, dass Reaktoren im grenznahen Bereich, wie das AKW Temelin in Tschechien, für die österreichische Bundesregierung überhaupt kein Thema sind", so der freiheitliche Anti-AKW-Sprecher NAbg. Werner Neubauer in einer Stellungnahme zum neuerlichen Vorfall in Temelin.

Wie gefährlich dieses Kraftwerk ist, beweist der gestern bekannt gewordene Störfall. Mehr als 150 konnten bereits gezählt werden. Besonders beunruhigend ist hier, dass sich der Vorfall unmittelbar nach Wartungsarbeiten ereignet hat. Dies lässt nicht darauf schließen, dass mit der nötigen Sorgfalt an die Sache herangegangen wird. Und schlimm genug, dass nicht daran gedacht wird, diese tickende Zeitbombe zu entschärfen, soll dieses Kraftwerk auch noch unter Umgehung sämtlicher europäischen Konventionen und Vereinbarungen ausgebaut werden.

"Zu all dem schweigt Umweltminister Berlakovich. Wer aus Tschernobyl und Fukushima noch immer nicht seine Lehren gezogen hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Doch die Leidtragenden sind die Menschen, die es sehr wohl begriffen haben, aber keinen Einfluss haben. Die Freiheitliche Partei Österreichs hat nicht untätig zugesehen und Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen Temelin eingebracht, während unser Umweltminister in seinem atomaren Dauertiefschlaf verharrt", so Neubauer weiter.

"Ich fordere die österreichische Bundesregierung auf, hier endlich ihre Pflichten wahrzunehmen und aktiv zu werden, um den Ausbau von Temelin zu verhindern und sich in weiterer Folge für die Schließung des Schrottreaktors einzusetzen. Die Menschen in unserem Lande erwarten zu Recht, dass ihre Sicherheit und Gesundheit von den Verantwortlichen bestmöglich geschützt werden", hält Neubauer abschließend fest.

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