Bayr: Alternativen für den Klimaschutz - E10 hat ausgedient

Unselige Allianz zwischen Mineralölkonzernen und Autobauern international durchleuchten

Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, zeigt sich auch am Tag nach der Einsicht von Minister Berlakovich, E10 nicht ab Herbst einzuführen, erfreut: "Minister Berlakovich hat eingesehen: mit Essen tankt man nicht." Bayr hofft nun auf sinnvolle Vorschläge seitens der EU-Kommission für eine klimafreundliche Mobilität: "Ich begrüße es, dass die EU-Kommission davon abgekommen ist, die Produktion von Nahrungsmittel für Agro-Treibstoffe zu forcieren und deren Anteil nicht bis 2020 auf 10 Prozent zu erhöhen. Nun gilt es, Vorschläge zu erarbeiten, die sicherstellen, dass Agro-Treibstoffe weder soziale noch ökologische oder menschenrechtliche Nachteile mit sich bringen. Es darf also weder Regenwald abgeholzt werden, noch dürfen die Rechte von Indigenen oder Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verletzt werden, damit die EU und andere Industrieregionen ihren Durst nach Agro-Treibstoffen stillen können." ****

Prinzipiell fordert Bayr Alternativen in der Mobilität, um einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten: "Die Stärkung von E-Mobility, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, sowie die Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs sind wichtige Ansätze, um die individuelle Mobilität klimafreundlicher zu gestalten." Darüber hinaus muss der Spritverbrauch von Autos gesenkt werden. Bayr vermutet, dass auf diesem Gebiet technisch schon sehr viel möglich wäre, es aber an Absprachen scheitert: "Ich rufe die EU auf, den nicht verstummenden Gerüchten nach zu gehen, ob es Absprachen zwischen der Autoindustrie und der Mineralölbranche gibt, die den Einsatz von 2 Liter Autos verhindern. Es kann nicht sein, dass Technik vorhanden ist, aber nicht zum Einsatz kommt, weil gewisse Konzerne auf ihren Gewinn durch den Verkauf von möglichst viel klimaschädlichen fossilen Treibstoffen nicht verzichten wollen." (Schluss) sv/mp

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