Brunner/Pirklhuber zu E10: Berlakovich bleibt klimapolitischer Geisterfahrer

Grüne fordern konkrete Klimaschutzmaßnahmen wie z. B. Halbierung des Treibstoffverbrauchs

Wien (OTS) - Allen ist klar, dass E 10 am Ende ist, nachdem sich die EU-Kommission gegen die Einführung ausgesprochen hat. Lediglich Minister Berlakovich behauptet weiterhin, E10 sei eine Klimaschutzmaßnahme. "E 10 ist vom Tisch. Agrar-Treibstoffe werden nicht, wie Berlakovich behauptet, neu bewertet. Die Bewertung ist längst abgeschlossen und das Ergebnis ist, diese Treibstoffe sind zum Teil schädlicher für das Klima, als fossile Treibstoffe. Anstatt Umweltpolitik zu machen, redet Berlakovich seine klimapolitische Geisterfahrt schön", kommentiert die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner.

"E10 ist ineffizient, fördert Monokulturen mit hohem Pestizideinsatz und bedeutet, dass wir immer mehr Flächen verbrauchen, die wir nicht haben. Mit einer nachhaltigen Landwirtschaft hat das nichts zu tun", meint Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen. Bereits heute nutzt Europa außerhalb seines Gebietes zehn Prozent der Agrarflächen der EU zusätzlich (überwiegend in Form von Sojaflächen für die Fleischproduktion.).Die `Netherlands Environment Assessment Agency' schätzt, dass die EU für das E10-Ziel nochmal insgesamt 20 bis 30 Millionen Hektar benötigt. Das entspricht dem zehnfachen der österreichischen landwirtschaftlichen Nutzfläche.
"Sollte Berlakovich ernsthaften Klimaschutz betreiben wollen, dann soll er sich dafür einsetzen, dass Effizienzsteigerungen im Automobilsektor festgeschrieben werden und der Kraftstoffverbrauch von Neuwagen verbindlich reduziert wird. Die Halbierung des Treibstoffverbrauchs insgesamt bis 2025 wäre eine Ansage, die wir uns wünschen würden", meinen Brunner und Pirklhuber.

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