FP-Sulzberger: Pestizid-Alarm in Korneuburg wird von VP-LR Pernkopf beharrlich ignoriert

Aufklärungsverzögerung durch ÖVP finanziell motiviert?

St. Pölten (OTS) - "Wie einen schlechten Kriminalroman liest sich das Dossier über die Verunreinigungen des Grundwassers in Korneuburg", stellte heute der freiheitliche Umweltsprecher im NÖ-Landtag, Bennno Sulzberger fest. Seit eineinhalb Jahren sind Teile des Korneuburger Grundwassers mit Schadstoffen aus dem Bereich der Pflanzenschutzmittel-Herstellung verseucht und niemand kann oder will etwas dagegen unternehmen. Bereits bei Messreihen im Sommer 2011 wurde eine bis zu 80-fache Grenzwert-Überschreitung des Pflanzenschutzgiftes Thiamethoxam im Grundwasserstrom festgestellt.

Höchste Stellen auf Bundes- und Landesebene seien schon beim erstmaligen Auftreten dieser Verunreinigungen davon in Kenntnis gesetzt worden. "Unsere Anfrage diesbezüglich an den zuständigen VP-Umweltlandesrat Pernkopf wurde mit der lapidaren Aussage ad acta gelegt, dass diese nicht dem Anfragerecht unterliege" ärgert sich Sulzberger. Genau zu hinterfragen gelte es daher in diesem Fall, ob hier zwischen der Firma Kwizda - dem möglichen Verursacher dieser Verschmutzungen - und der Landes-ÖVP ein Naheverhältnis bestünde. "Wir wollen nicht hoffen, dass die Untätigkeit der ÖVP in dieser Causa möglicherweise finanziell motiviert ist und man durch diese Verzögerungstaktik eventuell mit einer Unterstützung im kommenden Wahlkampf rechnen kann" stellt der freiheitliche Mandatar eine berechtigte Frage in den Raum.

Alle Bürger haben nicht nur das Recht auf reines Trink- sondern auch Grundwasser. Mit Aussagen, wie jene von der BH Korneuburg, dass für das Trinkwasser keine Gefahr bestünde," will man die Bevölkerung offensichtlich für dumm verkaufen", ärgert sich Sulzberger, denn auf Umwegen beispielsweise durch das Gießen von Gemüse oder Obst würden die Schadstoffe sehr wohl gesundheitsschädliche Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Von Seiten der NÖ-Freiheitlichen wird nun zum zweiten Mal eine Anfrage zu diesem Thema eingebracht, denn "wir werden in dieser Sache auf keinen Fall nachgeben und weiterbohren", schließlich ginge es hier um die Gesundheit Tausender Bürger, "die durch die Untätigkeit eines VP-Landesrates nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden darf", so der freiheitliche Mandatar abschließend.

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