IFE liefert Einstiegssysteme für FLIRT NSB

Kematen/Ybbs (OTS) - Mit der Auftragsvergabe von 50 Stück 5-teiligen elektrischen Triebzügen erhält die Norwegische Staatsbahn (NSB) nun elektrische Triebzüge aus der FLIRT-Familie der Firma Stadler. Davon werden 26 Züge für den S-Bahn Verkehr im Großraum Oslo mit Reisezeiten von bis zu 90 Minuten als Long Local Trains ausgestattet. Die anderen 24 Fahrzeuge werden als Short Regional Trains ausgestattet und im Raum Süd-Norwegen für Verbindungen von bis zu 3 Stunden Reisezeit eingesetzt.
Die bestellten Züge sind eine Weiterentwicklung der markterprobten FLIRT-Reihe des Wagonbauers Stadler. Besonders im Fokus ist die Kundenfreundlichkeit für Familien, Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Bei der Entwicklung des Einstiegssystems hat sich IFE auf die besonderen Anforderungen für thermische und akustische Isolation sowie Wintertauglichkeit konzentriert.

Das Einstiegssystem E3 von IFE erfüllt den hohen Anspruch an Kundenfreundlichkeit und Umgebungstauglichkeit im Einsatzland Norwegen. Die Antriebseinheit ist für Reise- bzw. Gegenzuggeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h konzipiert. Zudem sorgt die aktive Bodenverriegelung für die Sicherheit der Passagiere. Der Einsatz von aktiven Verriegelungen im unteren Bereich der Türflügel ermöglicht die Aufnahme von dynamischen Belastungsspitzen von bis zu 3.000 Pa und statische Belastungen von bis zu 4.000 Pa.
Der speziell entwickelte Türflügel von IFE mit einer Höhe von 2.400 mm und lichter Durchgangsbreite von 1.300 mm verfügt über eine zusätzliche Isolationsschicht. Diese ermöglicht eine besondere Schalldämmung von 33-34 dB(A) und gute Wärmedämmung kleiner als 3,9 W/m2K.

Der barrierefreie Einstieg wird durch das ausgeklügelte Schiebetrittsystem von IFE gewährleistet.
Jeder Einstieg ist mit mindestens zwei Trittstufen ausgestattet. Das Antriebs- und Führungskonzept besteht bei beiden Trittbrettern aus den gleichen Hauptkomponenten. Dabei wird die Vielfalt der zu wartenden Teile minimiert. Je nach Bahnsteigsituation wird der jeweilige Schiebetritt vorgewählt und komfortables Ein- und Aussteigen ermöglicht. Die Spaltüberbrückung ist in den Fußboden integriert. Die Trittbrettoberkante befindet sich 767 mm über der Schienenoberkante und kann Ausfahrweiten von bis zu 360 mm realisieren. Das Trittbrett befindet sich 540 mm über der Schienenkante, aufgrund der speziellen Wagenkontur muss der Unterflur-Schiebetritt Ausfahrweiten von bis zu 400 mm realisieren können.

Anders als bei Passagiereinstiegen sind Fahrereinstiege zusätzlich mit einem eigens von IFE entwickelten dritten Schiebetritt ausgestattet. Dieser ermöglicht dem Lokführer den komfortablen Einstieg auf offener Strecke direkt auf Höhe der Schienenoberkante oder niedriger. Der sehr eingeschränkte Bauraum erforderte eine spezielle Konstruktion des dritten Schiebetrittes mit geringem Abstand zur Schienenoberkante und großem Abstand zur Wagenmitte. Mittels Schlüsselschalter an der Wagenaußenseite wird das Lokführer-Trittbrett angesteuert. Die dritte Stufe fährt über eine kinematische Ausfahrbewegung in einem Bogen aus und senkt sich dabei in Richtung der Gleise ab. Auch dem Fahrer ist somit der sichere Einstieg auf offener Strecke garantiert.

IFE konnte bei diesem Projekt vor allem mit weitreichenden Erfahrungen im skandinavischen Raum im Zusammenhang mit Tieftemperaturanforderungen und einer guten Performance in der Angebotsphase punkten. Mitentscheidend dabei war die von IFE gezeigte Flexibilität während der Planungsphase und bei der Neukonstruktion für Stadler und die norwegische Staatsbahn.

IFE Einstiegssysteme für Schienenfahrzeuge - Millionenfach bewährt

Die IFE mit Hauptsitz in Kematen/Ybbs, Österreich, entwickelt, produziert und vertreibt automatische, elektropneumatisch oder elektrisch angetriebene Einstiegssysteme für Schienenfahrzeuge. IFE ist eine Division der Knorr-Bremse GmbH in Mödling und gehört der Knorr-Bremse Gruppe an. Mit den Tochterunternehmen IFE CR (CZ), IFE North America (USA), IFE-Iberica (E), IFE-Tebel Technologies (NL) und IFE-Victall Qingdao (PRC) sowie zahlreichen Vertriebsbüros und einem globalen Servicenetzwerk ist die Firmengruppe international tätig.

Seit über 60 Jahren setzen Hersteller und Betreiber von Schienenfahrzeugen bei der Auslegung ihrer Türsysteme auf Lösungen von IFE. Höchste Sicherheit und Qualität bei bestmöglicher Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit - dieser Leitgedanke sowie kontinuierliche Innovationen haben IFE Automatic Door Systems zum führenden Komplettanbieter für Einstiegssysteme am Weltmarkt gemacht. Wer über Erfahrungen verfügt, kann neue Wege beschreiten. IFE greift bei innovativen Konzepten stets auf erprobte und bewährte Komponenten zurück. Das Ergebnis sind Türsysteme, die äußerst zuverlässig arbeiten und gleichzeitig kompakter, flexibler und wirtschaftlicher sind als ihre Vorgänger.

Außentüren, Innentüren, Türsteuerungen, Mikroprozessorsteuerungen, Einstiegshilfen, Detektionssysteme, etc. zählen zum Lösungsspektrum der IFE. Das Unternehmen rüstet weltweit Straßen- und Stadtbahnen, U-und S-Bahnen, Reisezugwagen sowie Hochgeschwindigkeitszüge aus.

Die Wurzeln von IFE liegen in Europa. IFE Türen sind in Großstädten wie z.B. Paris, London, Madrid, Berlin, Wien oder Mailand im Einsatz. Heute ist IFE ein weltweit erfolgreich agierendes Unternehmen. Im boomenden chinesischen Markt sind IFE Türen unter anderem in Shanghai und der Mehrzahl der aktuellen Hochgeschwindigkeitszüge installiert. Auch Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe in Australien, Korea, auf den Philippinen, in Indonesien, Malaysia, Singapur, Indien sowie im Iran und Irak verlassen sich heute auf IFE Türen. In den USA beliefert IFE u.a. Verkehrsbetriebe in Großstädten wie Washington, Los Angeles, Minneapolis, Sacramento, Salt Lake City und Santa Clara. In Südamerika ist IFE insbesondere in Brasilien erfolgreich und unterstreicht damit seine weltweit führende Stellung.

Der Knorr-Bremse Konzern ist weltweit der führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit über 100 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme voran. Weitere Produktfelder sind im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge intelligente Einstiegssysteme, Steuerungskomponenten, Klimaanlagen, Scheibenwischer sowie Bahnsteigtüren. Zudem bietet Knorr-Bremse Fahrsimulatoren und E-Learning-Systeme für eine optimale Ausbildung des Zugpersonals an. Die Bandbreite des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen Drehschwingungsdämpfer und Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung.

Im Jahr 2011 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 4,24 Milliarden Euro und beschäftigte rund 20.000 Mitarbeiter. Die österreichische Knorr-Bremse GmbH beschäftigte 2011 rund 1.600 Mitarbeiter an den österreichischen Standorten Mödling und Kematen/Ybbs sowie in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Rumänien und Tschechien.

Rückfragen & Kontakt:

Knorr-Bremse GmbH
Mag. Christina Ebersberger-Dörfler
PR und Kommunikation
Tel.: 02236/ 409 2254, Mobil: 0664/ 812 13 16
christina.ebersberger-doerfler@knorr-bremse.com
www.knorr-bremse.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KNB0001