Wirtschaft für Integration: Bildung ist mehr als nur Sprache

Kraft-Kinz: "Deutschkenntnisse sind nur ein Element der Bildungsdebatte

Wien (OTS) - "Schade, dass die falsche Diskussion geführt wird!", so Georg Kraft-Kinz, Obmann von Wirtschaft für Integration, zum gestrigen Schlagabtausch zwischen schwarz, rot, grün, blau und orange in Sachen Sprachförderung.

"Die Kinder dieses Landes haben es nicht verdient, dass ihre Zukunft mit der Lust nach der nächsten Schlagzeile verspielt wird", so Kraft-Kinz. In der aktuellen Bildungsdebatte vermisst Kraft-Kinz einen differenzierten Blick: "Es geht nicht nur um das Lernen oder Beherrschen der Deutschen Sprache. Deutschkenntnisse sind ein Element der Bildungsdebatte, aber bestimmt nicht das Einzige", betont Kraft-Kinz.

Kraft-Kinz: "Es geht nicht nur um das Deutschlernen"

Aus Sicht der Wirtschaft ist es keine Frage, dass sowohl die Förderung der Deutschen Sprache, wie auch die Förderung mehrsprachiger Ressourcen im Schulsystem eine zentrale Rolle einnehmen müssen, so Kraft-Kinz.

"In der derzeitigen Diskussion wird nicht berücksichtigt, dass Bildung mehr ist als nur das Beherrschen einer Sprache. Es geht auch das soziale Lernen, um das Knüpfen sozialer Kontakte und um die Fähigkeit, in der Vielfalt einer Gruppe die eigenen Talente zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Es geht nicht nur um das Deutschlernen, wie die aktuellen Debatten suggerieren", so Kraft-Kinz weiter.

"Stereotyper Tunnelblick für Wirtschaft nicht wünschenswert"

Kraft-Kinz fordert "eine umfassende Bildungsdiskussion, die der Realität der Kindergärten und Schulen, besonders jener in Wien, Rechnung trägt".

Aus Sicht der Wirtschaft ist der "stereotype Tunnelblick" auf das Beherrschen der Deutschen Sprache "nicht wünschenswert", so Kraft-Kinz weiter. "Die österreichische Wirtschaft, unser Land braucht diese Buntheit und Vielfalt, sie lebt von ihr", betont Kraft-Kinz. Gerade Kinder und Jugendliche aus zugewanderten Familien bringen "viele Talente und Potenziale" mit, von denen die heimische Wirtschaft profitieren kann.

Optimale Rahmenbedingungen schaffen

Neben der notwendigen Ausdifferenzierung der Bildungsdebatte und der Förderung vorhandener Talente und Potenziale, sei ferner auch die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen in den Bereichen Lehrpersonal und räumliche Infrastruktur an heimischen Schulen notwendig. "Denn nur durch optimale Rahmenbedingungen schaffen wir jungen Menschen jene gute Basis die sie brauchen, um Verantwortung in der Gesellschaft und auch in der Wirtschaft übernehmen zu können", so Kraft-Kinz. Gerade zu Beginn eines Schuljahres müsse einmal mehr den Lehrerinnen und Lehrern an den Pflichtschulen gedankt werden: "Sie machen es möglich, dass junge Menschen - trotz fehlender Lehrkräfte, trotz mangelnder Infrastruktur in vielen Schulen und trotz struktureller Probleme - eine Basis für ihr Leben bekommen", so Kraft-Kinz.

Wirtschaft für Integration (VWFI)

Der Verein "Wirtschaft für Integration" wurde im März 2009 von Dr. Georg Kraft-Kinz (Stv. Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien) und dem in Teheran geborenen Wiener Unternehmer, Mag. Ali Rahimi, gegründet. Der als Plattform von Top-ManagerInnen und UnternehmerInnen unter der Geschäftsführung von Mag.a Meri Disoski agierende Verein setzt seit März 2009 beispielhafte Projekte für einen potenzialorientierten Umgang mit dem Thema Integration um. Das dabei verfolgte Motto lautet "fordern und fördern".

Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien (RLB NÖ-Wien) ist Gründungs- und Hauptsponsor des Vereins "Wirtschaft für Integration".

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Meri Disoski
Geschäftsführerin
Verein "Wirtschaft für Integration"
Quartier 21/MQ
Museumsplatz 1, E-1.4
1070 Wien
Mobil: + 43 0 676 44 57 653
Tel: +43 1 94 44 846-11
m.disoski@vwfi.at
www.vwfi.at
www.sagsmulti.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | RWN0001