- 17.09.2012, 11:11:27
- /
- OTS0103 OTW0103
66. NÖ Bauernbundwallfahrt nach Mariazell
Erwin Pröll: "Bauern schaffen Lebensqualität"

Utl.: Erwin Pröll: "Bauern schaffen Lebensqualität"=
Wien (OTS) - Miteinander - Füreinander "Einer trage des anderen Last"
- unter diesem Motto hat der NÖ Bauernbund am Samstag, 15. September
und am Sonntag, 16. September 2012, seine diesjährige Wallfahrt nach
Mariazell geführt.
Mit der Wahl dieses Themas leistete der NÖ Bauernbund einen
besonderen Beitrag zum internationalen "Jahr für aktives Altern und
Solidarität zwischen den Generationen", das die Europäische Union für
2012 ausgerufen hat.
Rund 1800 Teilnehmer haben an der von NÖ Bauernbundobmann Hermann
Schultes und Direktorin Klaudia Tanner angeführten zweitägigen
Wallfahrt teilgenommen.
Das Pontifikalamt zelebrierte Abtprimas Bernhard Backovsky, Propst
des Augustiner Chorherren Stiftes Klosterneuburg. Die Festansprache
bei der Wallfahrerkundgebung hielt NÖ Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll.
Absage an den Klassenkampf
Vor den am Sonntag rund 1000 versammelten Wallfahrern würdigte NÖ
Landeshauptmann Erwin Pröll die Leistungen des Bauernstands. Pröll:
"Die Bauern schaffen die Grundlage für unsere Lebensqualität und für
die wirtschaftliche Dynamik im Land." Das Leben im ländlichen Raum
könne nur funktionieren, wenn der Bauernstand funktioniere.
Stabilität, Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit seien bäuerliche
Grundwerte, die auch in Gesellschaft und Staat unverändert Gültigkeit
haben.
Eine klare Absage erteilte der Landeshauptmann jenen Kräften in
SPÖ und Arbeiterkammer, die zulasten der Bauern mit dem Schüren von
Neid und Misstrauen einen neuen Klassenkampf heraufzitieren. Die
Bauern brauchen verlässliche Partner, damit sie die heuer
hereingebrochenen Widrigkeiten durch Frost, Dürre und Unwetter
bewältigen können. Die NÖ Landesregierung sei in dieser schwierigen
Situation stets an der Seite der Bauern gestanden, so der
Landeshauptmann.
Gesamtschule ruiniert den ländlichen Raum
Erneut bezog der Landeshauptmann auch Stellung gegen das "Gefasel
von der Gesamtschule". Denn wer eine Gesamtschule wolle, der würde
"den ländlichen Raum ruinieren". In Niederösterreich würde durch
diese Pläne ein Drittel aller Schulen zugesperrt. "Das kann nicht die
Zukunft unseres Landes sein", so Erwin Pröll.
Ohne Wehrpflicht keine Solidarität
Die für 20. Jänner 2013 geplante Volksabstimmung zur allgemeinen
Wehrpflicht bezeichnete Erwin Pröll als "Grundsatzentscheidung".
"Ohne Wehrpflicht kein Zivildienst, ohne Zivildienst kein Ehrenamt
und ohne Ehrenamt keine Solidarität", so Pröll. Die Österreicher
sollten "aufstehen wie ein Mann und verteidigen, was Österreich groß
gemacht hat", so der Aufruf Erwin Prölls zu einem Votum für die
allgemeine Wehrpflicht.
Abtprimas Bernhard Backovski: "Friede und Freiheit beruhen auf
einem guten Miteinander"
Der Propst des Stiftes Klosterneuburg, Abtprimas Bernhard
Backovski, betonte in seiner Predigt den hohen Stellenwert des
Gemeinschaftssinnes. Ein Staat wie Österreich oder auch die
Europäische Union könne ohne das gemeinsamen Fundament des
Miteinanders nicht funktionieren. Die Rolle der Klöster und Stifte
definierte der Abtprimas als Anlaufstelle für die Menschen und
insbesondere für die Politiker, damit diese "in ihrer großen
Verantwortung nicht alleine bleiben". Backovski erinnerte an den
großen Leopold Figl, der vor entscheidenden Verhandlungsrunden oft
die Stille in der Leopoldi-Kapelle im Stift Klosterneuburg gesucht
habe.
Fußwallfahrt der NÖ Landjugend
Gestartet wurde die Wallfahrt bereits am Samstag, 15. September,
mit einer Fußwallfahrt der NÖ Landjugend unter Leitung von Verena
Hainzl und Karl Anton Schrattenholzer. Seit mittlerweile sechs Jahren
nimmt die Landjugend einen etwa 20 Kilometer langen Fußweg nach
Mariazell auf sich. Diesmal bei der Fußwallfahrt wieder mit dabei war
auch NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes.
Die Geschichte der NÖ Bauernbundwallfahrt nach Mariazell geht
zurück auf ein Gelöbnis von Leopold Figl und Josef Reither. Diese
beiden Bauernbundpolitiker waren sofort nach der Annexion Österreichs
durch die Nationalsozialisten ein das Konzentrationslager Dachau
eingeliefert worden. Dort gelobten sie in der Hoffnung, dass
Österreich wieder Freiheit und Selbstständigkeit erlangen werde, zum
Dank jedes Jahr Niederösterreichs Bauern in einer Wallfahrt nach
Mariazell zu führen. Erstmals einlösen konnten Leopold Figl, damals
Bundeskanzler, und Landeshauptmann Josef Reither ihr Gelöbnis im Jahr
1947.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM






