GLOBAL 2000: Dritte Piste konterkariert Klimaschutz

Appell an Landeshauptleute Häupl und Pröll, klimaschädlichen Flughafenausbau zu stoppen.

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 unterstützt die Bürgerinitiativen, die sich heute im Rahmen einer Pressekonferenz gegen den weiteren Ausbau des Wiener Flughafens wehren. "Aus Sicht des Klimaschutzes kann nicht hingenommen werden, dass der Flughafen Wien seine CO2-Emissionen mehr als verdoppelt. Stattdessen muss das europäische Eisenbahnnetz verbessert bzw. ausgebaut werden", fordert Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000. "Wenn die Politik ihre selbst gesteckten Klimaziele ernst nimmt, dann kann sie nicht zulassen, dass der Flughafen Wien-Schwechat vergrößert wird", appelliert Wahlmüller an die Landeshauptleute Häupl und Pröll, die mit Wien und Niederösterreich die beiden großen Kernaktionäre des Flughafens repräsentieren. "Ein Großteil der Flugdestinationen, die von Wien aus angeflogen werden, liegt weniger als 900 Kilometer entfernt und könnte durch eine Attraktivierung des Bahnverkehrs ersetzt werden."

Das geplante Projekt würde zu einer dramatischen Zunahme der Treibhausgasemissionen führen. Der Flughafen würde seine CO2-Emissionen - eigenen Angaben zufolge - mit dem Ausbau auf etwa drei Millionen Tonnen CO2 mehr als verdoppeln. Europaweit gilt allerdings das Ziel, die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 20 Prozent zu reduzieren, bis 2050 müssen die Treibhausgase sogar um 80 bis 95 Prozent reduziert werden. "Die Republik Österreich hat gerade erst ein Klimaschutzgesetz verabschiedet, um sinnvolle Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Es kann nicht sein, dass gleichzeitig die CO2-Emissionen beim Flugverkehr verdoppelt werden. Klimaschutz muss endlich auch in den Köpfen der Verkehrsplaner ankommen", betont Wahlmüller. Eine nachhaltige Verkehrspolitik muss ein Eckpfeiler heimischer Klimapolitik werden, daher fordert GLOBAL 2000 die Landeshauptleute Häupl und Pröll dazu auf, vom Flughafenausbau Abstand zu nehmen und verkehrs- als auch klimapolitisch sinnvollere Projekte anzugehen.

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