Neues Volksblatt: "Teurer" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 17. September 2012

Linz (OTS) - Dass die Abschaffung der Wehrpflicht auch das Aus für den Zivildienst mit all seinen Folgen für das Sozial- und Gesundheitssystem bedeuten würde, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Dementsprechend misstrauisch stehen die Bürger den Plänen von Verteidigungsminister Norbert Darabos und der SPÖ gegenüber.
Und jetzt zerpflückt Generalstabschef Edmund Entacher, den Darabos schon einmal wegen mangelnder Gefälligkeit in die Wüste schicken wollte, was aber nicht gelungen ist, auch noch das Kostenargument des Ministers. Entacher sagt nämlich in einem "profil"-Interview, dass die Lohnkosten für die Berufssoldaten um ein Mehrfaches höher wären als die Kosten für die Rekruten. Darüber hinaus warnt der Generalstabschef vor einer Einschränkung der Möglichkeiten des Bundesheeres.
Dass es im Bundesheer Reformen geben muss, bestreitet niemand mehr. Aber warum diese Reform darin bestehen soll, das Bundesheer zu schwächen und den Kollaps der Sozial- und Gesundheitssysteme zu riskieren, das versteht auch niemand. Denn weder gibt es ein klares Konzept für das Heer samt Katastrophenschutz, noch einen tauglichen Plan, wie es ohne Zivildienst weiter gehen soll - von den finanziellen Folgen ganz zu schweigen. Deshalb sollte der Minister auf jene hören, die wissen, wovon sie reden.

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