Cortolezis-Schlager: Studienbeitragsmodell mit einer starken sozialen Komponente umsetzen

Sozial ausgewogene Neuregelung erhöht Verbindlichkeit des Studierens und bringt Unis zusätzliche Mittel

Wien (OTS) - 16. Sept. (OTS) "Anstatt sich ideologisch einzumauern, würde dem Wissenschafts- und Bildungsstandort Österreich eine unaufgeregte Diskussion frei von parteipolitischen Scheuklappen gut anstehen", so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager in einer ersten Reaktion auf die Beschlüsse der SPÖ-Bildungskonferenz und fügt hinzu: "Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle hat ein gutes und ausgewogenes Studienbeitragmodell vorgelegt. Auch von anderen Reformwilligen innerhalb der SPÖ, wie zum Beispiel Landeshauptfrau Burgstaller, gibt es konkrete Vorschläge. Wichtig wäre es nun, dass sich alle Reformwilligen an einen Tisch setzen und auf Basis des Töchterle-Modells eine gemeinsame gesetzliche Neuregelung entwickeln." Lebendige Demokratie und moderner Parlamentarismus heißt auch, Orte des aufeinander Zugehens zu schaffen. "Ich bin davon überzeugt, dass wir innerhalb kurzer Zeit der Bevölkerung ein vernünftiges Modell präsentieren könnten", so Cortolezis-Schlager.

In den Aussagen von Vertretern beider Regierungsparteien gibt es bereits eine hohe Übereinstimmung in der Frage der Universitätsfinanzierung. Die österreichische Bevölkerung erwartet nun von der Politik entschlossenes Handeln. "Es ist die Zeit gekommen, dass sich eine Allianz von Vernünftigen an einen Tisch setzt und gemeinsam ein Studienbeitragsmodell mit einer starken sozialen Komponente ausarbeitet. Ein gemeinsames Modell, das auf höhere Verbindlichkeit, sozialen Ausgleich, bessere Betreuungsrelationen und zusätzliche Mittel für die Unis baut", betont ÖVP-Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager.

Es gibt an unseren Universitäten teilweise unzumutbare Zustände. "In Massenstudien müssen Studierenden am Boden sitzen, müssen lange auf Laborplätze warten oder bekommen keine Plätze in Seminaren. Dadurch beenden nahezu ein Viertel der Studierenden entnervt ihr Studium. Wir müssen mit der Zeit junger Menschen sorgfältig umgehen", fordert Katharina Cortolezis-Schlager. Nach den Aussagen von führenden Vertretern der Sozialdemokratie steht für die Wissenschaftssprecherin fest: "Unser Hauptziel ist es, dass die Studiendauer verkürzt wird, die Verbindlichkeit des Studierens gesteigert wird und ein Studium nicht am Geldbeutel der Eltern scheitert. In diesen drei Bereichen gibt es nahezu 100%ige Zustimmung beider Regierungsparteien. Wir wollen alle ein faires und gerechtes Zukunftsmodell. Ein Modell, in dem diejenigen Studienbeiträge zahlen, die es sich tatsächlich leisten können. Das Geld soll dort eingesetzt werden, wo etwa die Betreuungsrelationen nicht passen und für die Ausweitung des Studienbeihilfesystems zweckgewidmet werden. Damit wird die soziale Treffsicherheit erhöht. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Aufnahme eines Studiums nicht an finanziellen Hindernissen scheitert."

"Dass Studienbeiträge einen positiven Effekt auf die Studiendauer, die Abschlussquote und damit die Akademikerquoten haben, bestätigen nicht nur die Experten der OECD sondern auch Bundesministerin Schmied in einem Interview in der Freitag-Ausgabe der Kleinen Zeitung", sagt ÖVP-Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager abschließend.

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