Mitterlehner: Kostenloser Energie-Check für Gemeinden, Bürger und Betriebe

Immer mehr Gemeinden beteiligen sich am Online-Tool www.Energiespargemeinde.at - In Salzburg flächendeckend gestartet

Wien/Salzburg (OTS/BMWFJ) - Der effizientere Einsatz von Energie ist aktuell die große Herausforderung der Energiepolitik. Wirtschafts-und Energieminister Reinhold Mitterlehner, Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer, Salzburgs Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Wilfried Haslauer, Salzburgs Energielandesrat Sepp Eisl und Energy-Globe-Gründer Wolfgang Neumann haben daher in Salzburg ein Pilotprojekt initiiert, bei dem jede Gemeinde kostenlos mit allen Bürgern, zu Hause und im Betrieb ihren Energieverbrauch und Maßnahmen zur Einsparung analysieren kann. Bisher musste jede Gemeinde dafür bezahlen. "Mit dieser Initiative wollen wir die konkreten Vorteile eines effizienteren Einsatzes von Energie aufzeigen und ein stärkeres öffentliches Bewusstsein dafür schaffen. Die teilnehmenden Gemeinden, Bürger und Unternehmen tragen damit nicht nur zum Erreichen der Energie- und Klimaziele bei, sondern sparen in erster Linie bares Geld und sorgen für Ihre Zukunft vor", sagt Mitterlehner.

Zur Verfügung gestellt wird das Online-Tool mit dem Namen "Energiespargemeinde" (www.energiespargemeinde.at) den 119 Salzburger Gemeinden vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ), der Salzburger Landesregierung und dem Salzburger Gemeindeverband. Damit kann jeder Einzelne eine nachhaltige Vorsorge für eine Zukunft mit knapper werdenden Energieressourcen und steigenden Energiepreisen treffen. "Unser Ziel ist es, jedem Bürger und jedem Betrieb einfach und interaktiv aufzuzeigen, wie er in seinem eigenen Bereich ohne jeglichen Komfort- oder Produktivitätsverlust Energie einsparen und effizienter einsetzen kann", so Mitterlehner. Multiplikatoren sind hierbei die Gemeinden, die ihren Bürgern mit dem Online-Tool Energiespargemeinde kostenlos alle Möglichkeiten aufzeigen und zum Mitmachen und Umsetzen motivieren.

"In unsicheren Zeiten ist es das Wichtigste für eine stabile Wirtschaftsentwicklung, sichere Arbeitsplätze und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unseres Landes zu sorgen. Eine moderne Energiepolitik hilft uns dabei diese Ziele zu erreichen und besteht im Wesentlichen aus drei Elementen: Saubere Erzeugung durch den Einsatz erneuerbarer Energieträger, effizienter Einsatz durch moderne Technologie und die Schaffung des Bewusstseins, dass Energiesparen heute nicht mehr Verzicht, sondern einfach die Bereitschaft zu kleinen Veränderungen des eigenen Verhaltens bedeutet, die sogar Geld sparen helfen - dieses Projekt ist ein wertvoller Beitrag dazu", sagt Salzburgs Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Wilfried Haslauer.

Und so einfach geht es: Im Internet www.energiespargemeinde.at eingeben, Postleitzahl eingeben und schon lässt sich zum Beispiel das eigene Haus virtuell nachbauen. Anschließend gibt es als Ergebnis alle Kenndaten in Form eines Energieausweises. Der Nutzer kann sein Haus virtuell sanieren, sieht was zum Beispiel neue Fenster, Vollwärmeschutz, oder eine neue Heizung bringen. Wenn ein Sanierungsbudget eingegeben wird, macht das Online-Tool einen Vorschlag zu den sinnvollsten Maßnahmen. Und um auch wirklich ganz sicher zu gehen, vermittelt das Tool auf Wunsch Finanz- und Energieberater oder dem Professionisten in der Nähe, der bei der Umsetzung behilflich ist.

Mit der Unterstützung dieser Initiative will das Land Salzburg seine Vorreiterrolle im Einsatz von Erneuerbarer Energie weiter ausbauen. "Mit mehr als 42 Prozent erneuerbarer Energie gemessen am Gesamtenergieverbrauch ist Salzburg europaweit im Spitzenfeld. Gemeinsam mit den Salzburger Gemeinden wollen wir Bewusstsein für Energieeffizienz und den Chance durch den Einsatz Erneuerbarer Energie schaffen. Jeder Bürger hat zukünftig in Salzburg die Chance seine eigenen vier Wände in Sachen Energieeffizienz einem Check zu unterziehen. Wer dann wirklich sanieren will, dem bieten wir eine kostenlose Energieberatung an. Einer unserer Energieberater kommt auf Wunsch zum Kunden nach Hause und berät produktneutral und unabhängig. Gemeinsam mit dem Kunden werden die besten Lösungen gesucht. So gelingt es oft mehr als 50 Prozent der Energiekosten einzusparen", sagt Energie-Landesrat Sepp Eisl.

Die Akzeptanz in den Salzburger Gemeinden ist sehr groß. Obwohl das Tool erst seit wenigen Wochen den Gemeinden zur Verfügung steht, wurde es schon in ca. 70 Prozent der Gemeinden fleißig mit gemeindeeigenen Daten befüllt und genutzt. "Die Gemeinden sind nicht nur Vorreiter im Energiesparbereich, sondern auch Vorbilder für die Bürgerinnen und Bürger und haben deshalb eine besondere Verantwortung. Deshalb wird der Salzburger Gemeindeverband die Energiespar-Aktion massiv unterstützen", sagt Gemeindebundpräsident Bürgermeister Helmut Mödlhammer. Viele Bürgermeister bereiten Aktionstage vor, um mit den Bürgern gemeinsam Strategien zu erarbeiten. Auch Bürgermeister Robert Reiter aus Rauris gehört zu den Fans der "Energiespargemeinde". Er empfahl seinen Amtskollegen beim Kommunaltag in Bad Aussee die Initiative auch in ihrer Gemeinde umzusetzen. "Denn ohne Bewusstseinsbildung kommen wir nicht weiter, das Tool ist vom Kosten/Nutzen unschlagbar, setzt wirtschaftliche Impulse in der Gemeinde, hilft jedem beim sinnvollen Energieeinsatz und liefert die Daten für das Gemeindeenergiekonzept."

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Pressesprecher des Bundesministers:
Mag. Waltraud Kaserer
Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
waltraud.kaserer@bmwfj.gv.at
www.bmwfj.gv.at

Mag. Volker Hollenstein
Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
volker.hollenstein@bmwfj.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA0001