Fotoausstellung: Hinter den Kulissen

Wien (OTS) - Was haben ein Tierpräparator, Schokobananenverpacker und Bankangestellte gemeinsam? Sie alle sind Gegenstand einer Fotoserie, die Menschen und ihre Arbeit vor den Vorhang holt, die oft unbemerkt von der Öffentlichkeit ihr Tagewerk verrichten. Firmenchefs, Kundenbetreuer oder Marketingverantwortliche sind es, die in der Regel eine Branche in der Öffentlichkeit repräsentieren und im Rampenlicht stehen. Damit ein Unternehmen Produkte oder Leistungen erbringt, bedarf es aber noch vieler weiterer und oft gar nicht so bekannter Tätigkeiten, die zu erledigen sind, um schließlich ein marktfähiges Produkt zu präsentieren. Und genau dieser "versteckten Jobs" hat sich die Wiener Fotografin Felicitas Matern angenommen. Mit viel Gespür für die Details und die Besonderheiten der jeweiligen Aufgaben hat sie einen Blick hinter die Kulissen gewagt und eingefangen, was meist im Verborgenen passiert - das Sortieren von Müll, das Reinigen der Wiener Kanäle oder das Anbringen von Augen an Tiermodellen.

Sie eröffnete in ihrer ersten Ausstellung in Kooperation mit der Volksbank Wien durchaus ungewöhnliche Einblicke in die Arbeit von Tätowierern und Tierpräparatoren oder in den Arbeitsalltag an der Kunststoffsortieranlage, der Instandhaltung des Wiener Kanalnetzes oder der Justizanstalt Simmering. Oder wussten Sie, dass die im Haus des Meeres geborene Schildkröte nie gelernt hat, ihren Panzer zu putzen, und daher von einem Tierpfleger im Tauchanzug geschrubbt wird?

Matern arbeitet als Fotografin seit Jahren viel mit Firmen verschiedener Branchen zusammen und hat bald festgestellt, dass am Ende immer nur ein kleiner Teil der vielen Facetten eines Unternehmens im Rampenlicht steht. Mit ihren Aufnahmen wollte sie bewusst den Menschen hinter den Kulissen eine Bühne bieten. "Den meisten Eindruck hat der Strafvollzug hinterlassen, weil mir diese Welt bisher völlig verschlossen war und ich dort auch erstmalig fotografiert habe. Aber auch der Wiener Kanal war ein spannendes Motiv, denn die Mitarbeiter verbringen dort die meiste Zeit ihres Arbeitstages im Dunkeln und sind trotzdem wahnsinnig gut gelaunt, stehen total zu ihrem Job und sind sehr stolz auf ihre Arbeit", gibt die Fotografin Einblick in die Entstehung der Bilderserien. Weitere Aufnahmen entstanden etwa bei der Produktion von Schokobananen in der Confiserie Heindl oder bei den Tierpräparatoren im Wiener Naturhistorischen Museum, die ebenso mit zierlichen Pinzetten arbeiten, wenn sie Augen der Tiere ankleben, wie im Gourmet-Restaurant von Silvio Nickol im Palais Coburg die Nachspeisen verziert werden.

Insgesamt wurden 12 Arbeitsbereiche in einem Katalog zusammengefasst. Die Ausstellung ist noch bis 28. September zu Banköffnungszeiten in der Volksbank, Opernring 8, 1010 Wien, zu sehen.

Über die Fotografin Felicitas Matern

Nach Abschluss der Höheren Grafischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt sowie vielen Praxisjahren bei einem Fotografen macht sich Felicitas Matern selbstständig und eröffnet ihr Fotostudio im 1. Bezirk in Wien. "feel image - Fotografie" ist ein kleines, aber überaus kreatives und engagiertes Team rund um Felicitas Matern, die bereits mit zweieinhalb Jahren ihre erste Kamera geschenkt bekam. Ihr erstes Motiv war der Großvater, zugleich auch einer der wichtigsten Menschen in ihrem Leben.

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Sandra-Felicitas Matern
Tel.: +43 (664) 138 33 81
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