Kapellari: Dank an Katastrophenhelfer in St. Lorenzen

Grazer Bischof feierte Erntedankgottesdienst in von Naturkatastrophe heimgesuchter Gemeinde St. Lorenzen

Graz, 09.09.12 (KAP) Der steirische Bischof Egon Kapellari hat den zahlreichen ehrenamtlichen und professionellen Helfern für ihren Einsatz während und nach der Hochwasserkatastrophe in St. Lorenzen bei Trieben gedankt. Vieles sei in St. Lorenzen "unwiederbringlich zerstört und manche Wunden und Narben werden noch lange bleiben", um so mehr gebühre den Helfern von Feuerwehr, Bundesheer, aber auch von Caritas, Rotem Kreuz und Volkshilfe ausdrücklicher Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz, sagte Kapellari bei einem Erntedankgottesdienst am Sonntag in St. Lorenzen.

Wie Kapellari in seiner Predigt ausführte, wollte er den Ort bereits unmittelbar nach der Katastrophe besuchen, "aber dann wäre ich mangels technischer Fähigkeiten den Helfern eher im Weg gestanden", so der Bischof. "Jedenfalls wollte ich hier aber bald einen schlichten Sonntagsgottesdienst mit der Pfarre feiern, um ihr die Verbundenheit mit der ganzen Diözese zum Ausdruck zu bringen".

Dass dies nun in einem festlichen Erntedank-Gottesdienst geschehe, sei jedoch ebenso passend, denn: "Zu bitten gibt es immer genug, denn als Menschen sind wir Mängelwesen, angewiesen auf die Gemeinschaft mit anderen Menschen". Eine Gesellschaft, die das Bitten und Danken verlerne, drohe "zerstörerische Kräfte" zu entwickeln. Daher sollte besonders in den Familien und Schulen der "Sinn des Bittens und Dankens überzeugend erschlossen werden", so der Bischof.

Nach heftigen Unwettern Ende Juli war die Gemeinde St. Lorenzen im Bezirk Liezen von Überschwemmungen und Murenabgänge besonders stark betroffen. Hunderte Menschen mussten vorübergehend evakuiert werden. Noch immer sind die Aufräumarbeiten nicht zur Gänze abgeschlossen. Der Schaden wird auf rund 50 Millionen Euro geschätzt.

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