GPA-djp solidarisch mit IKEA-Beschäftigten in der Türkei

Gewerkschaftsfeindliche Übergriffe des Unternehmens auf Beschäftigte - UNI IKEA Global Union-Allianz beschließt Mobilisierungsplan

Wien (OTS/ÖGB) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus (GPA-djp) war im März des heurigen Jahres dabei, als GewerkschaftsvertreterInnen aus 14 Ländern in Istanbul unter dem Dach der globalen Dienstleistungsinternationale, UNI Global Union, eine weltweit agierende IKEA-Allianz gründeten. "Ziel dieses internationalen Zusammenschlusses war und ist es, für alle IKEA-Beschäftigten weltweit gute Rahmenbedingungen zu erreichen und zu standardisieren", fasste Georg Grundei, der den IKEA-Konzern für die GPA-djp betreut, bei der Gründung zusammen.

Wie groß der Handlungsbedarf in der Türkei ist, das beweisen jetzt Berichte von türkischen AktivistInnen: Die Bemühungen der türkischen Gewerkschaft Koop-Is, mit der lokalen Geschäftsleitung ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam einen sozialen Dialog zu starten, waren erfolglos, Beschäftigte berichten vielmehr über Repressalien der türkischen Geschäftsleitung. Es wurde offenbar eine Kampagne gestartet, um Beschäftigte davon abzuhalten, der Gewerkschaft beizutreten. "Beschäftigte, die bereits eingetreten sind, sollen zum Austritt bewegt werden", ist Grundei empört, es kursieren sogar Gerüchte über Einschüchterungsversuche von Familienmitgliedern, die zu Hause aufgesucht worden sein sollen.

Die UNI IKEA Global Union-Allianz beschloss deswegen gestern, Samstag, am 8. September, einen Mobilisierungsplan, um IKEA dazu zu bewegen, sich gegenüber der türkischen Gewerkschaft fair zu verhalten und endlich eine Vereinbarung über einen sozialen Dialog mit Koop-Is zu unterzeichnen. Außerdem organisierte Koop-Is eine Demonstration, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. "Der Konzern ist dringend aufgefordert, die Anliegen der UNI Global Union zu respektieren und die Rechte der Gewerkschaft und der Beschäftigten in der Türkei zu wahren", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer: "Wir solidarisieren uns selbstverständlich mit den Anliegen von Koop-Is im Sinne der Beschäftigten, und wir hoffen, dass sich auch die IKEA-UnternehmensvertreterInnen anderer Staaten bei der Konzernspitze dafür engagieren. Die im März präsentierten Grundsätze fairer Zusammenarbeit in allen IKEA-Warehouses müssen umgesetzt werden!"

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