Österreichische Lotterien präsentierten Trafikanten umfangreiches Fünf-Punkte-Programm

Wien (OTS) - Wichtiger Schritt im Interesse der Kunden - Pläne für die Erweiterung des Annahmestellennetzes gründlich überarbeitet -Maßnahmen zur Unterstützung von Trafikanten - Kostenübernahme für Menschen mit Behinderung - Bundesgremium lehnt Vorschlag dennoch ab

Am 27. August 2012 trafen einander Vertreter des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten und der Österreichischen Lotterien zur dritten Gesprächsrunde zur Erweiterung des Annahmestellennetzes. Das Verhandlungsteam der Lotterien legte den Trafikanten bei diesem Treffen ein deutlich überarbeitetes Angebot vor: ein Fünf-Punkte-Programm mit einigen wichtigen Zugeständnissen an die Trafikanten. Unter anderem hatte das Unternehmen das gesamte Vertriebsnetz noch einmal genau analysiert und versucht, Kundenwünsche, wirtschaftliche Notwendigkeiten und die Anliegen der Trafikanten auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen: Nun sollten lediglich 1.622 der insgesamt 2.237 Vertriebsstellen zu Annahmestellen umgerüstet werden. Beim zweiten Treffen hatten die Lotterien das Bundesgremium der Trafikanten eingeladen, selbst bei der Evaluierung mitzuwirken und sich aber eine Abfuhr von deren Obmann Peter Trinkl geholt. Also hat das Lotterien-Management die Initiative ergriffen und die Pläne einer nochmaligen Prüfung unterzogen und auf deren Basis nachfolgendes Fünf-Punkte-Programm erarbeitet, das den Trafikantenvertretern als Vorschlag für eine einvernehmliche Einigung präsentiert wurde:

1. Nach zwei Gesprächsrunden und einer gründlichen Evaluierung reduzieren die Österreichischen Lotterien die Zahl der Vertriebsstellen, die zu Annahmestellen aufgewertet werden sollen -als maximal vertretbares Entgegenkommen - um rund 600 Stellen.

2. Alle Vertriebspartner mit Behinderung, die dem Kreis der Bevorzugten lt. § 16 GSpG angehören, derzeit eine Vertriebsstelle führen und sich um eine Annahmestelle bewerben, werden auch definitiv eine bekommen.

3. Für Vertriebspartner mit Behinderung, die dem Kreis der Bevorzugten lt. § 16 GSpG angehören, übernehmen die Österreichischen Lotterien die mit Beginn der neuen Konzession anfallende Installations-und Integrationspauschale zur Gänze.

4. Bereits im Vorfeld der technischen Umstellung wird für alle bestehenden Annahmestellen ein eigenes Kundenbindungsprogramm erarbeitet und noch im Herbst 2012 gestartet. Dieses soll auch dazu beitragen, den traditionell hohen Anteil von Stammkunden in den Trafiken zu halten.

5. Durch die Umstellung entstehende Härtefälle werden einer individuellen Prüfung unterzogen. Die Österreichischen Lotterien sichern ihre Unterstützung im Bemühen zu, hier eine sozial verträgliche und doch wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechende Lösung auszuarbeiten.

Im Zuge der Gespräche sind die Österreichischen Lotterien sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Zusätzlich zum Fünf-Punkte-Programm sollen jene Tankstellen und Postämter, die nun von Vertriebs- zu Annahmestellen aufgewertet werden, nicht das komplette Angebot haben, sondern nur Quicktipps anbieten. Wer also seine Kreuzchen auf dem Lottoschein machen und diesen abgeben will, wird dies weiterhin bei den bestehenden Annahmestellen tun.

Das Bundesgremium der Trafikanten beriet dem Vernehmen nach mehrfach über die weitere Vorgehensweise. Bis zuletzt stand alles auf Messers Schneide: Vier Landesgremien seien dafür, vier dagegen gewesen, eines unentschieden, so wurde es jedenfalls in Trafikantenkreisen kommuniziert. Am Freitagnachmittag (7. September) trafen sich Bundes- und Landesgremium zur Abstimmung. Um 17.23 Uhr wurde die Entscheidung den Österreichischen Lotterien per Mail mitgeteilt. "In der betreffenden Angelegenheit dürfen wir Ihnen mitteilen, dass der Bundesgremialausschuss der Tabaktrafikanten heute einstimmig beschlossen hat, das aktuelle Anbot der Österreichischen Lotterien Gesellschaft m.b.H. nicht anzunehmen", hieß es darin lapidar. Österreichs Trafikantinnen und Trafikanten, sowie die Lottokollekturen lassen sich damit ein überaus faires Angebot entgehen, das auf viele Bedürfnisse Rücksicht genommen und die Grenzen des wirtschaftlich Vertretbaren aus Sicht des Unternehmens bis zum Letzten ausgereizt hätte. Die Österreichischen Lotterien bedauern die unnachgiebige Position des Bundesgremiums, werden nach der Ablehnung des Angebotes nun aber zu den ursprünglichen Plänen für die Verbesserung des Vertriebsnetzes zurückkehren.

Die Österreichischen Lotterien wollen und müssen im Interesse ihrer Kunden bei ihrem Vorhaben bleiben, werden mangels Konsensbereitschaft der Trafikanten ihre ursprünglichen Ausbaupläne wieder als Basis fuer die Umstellung heranziehen. Denn das Votum der Kunden ist unmissverständlich: In einer repräsentativen Umfrage des Market-Institutes hatten drei Viertel aller Lottospieler erklärt, sie würden mitunter nur deshalb nicht Lotto spielen können, weil keine geöffnete Annahmestelle erreichbar sei. Für jeden zweiten Befragten wäre deshalb eine näher gelegene und länger geöffnete Annahmestelle wünschenswert. Genau diesem Kundenwunsch wollen die Österreichischen Lotterien mit der geplanten Maßnahme nachkommen.

Das Distributionsnetz der Österreichischen Lotterien besteht derzeit aus 3.798 mit Online-Terminals ausgestatteten Annahmestellen, die das gesamte Sortiment an Lotteriespielen anbieten. Weiters gibt es 2.237 Vertriebsstellen (Tabakfachgeschäfte, Banken, Postämter, Lebensmitteleinzelhandel, Filialisten, Tankstellen und sonstige), in denen ausschließlich Brief- und Rubbellose sowie der win2day-Eurobon erhältlich sind.

Dort sind Geräte im Einsatz, die bereits vor zehn Jahren installiert wurden und die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Die Österreichischen Lotterien tragen damit aber auch der internationalen Entwicklung Rechnung, die Abwicklungssicherheit noch weiter zu erhöhen und eine permanente Anbindung an das Rechenzentrum der Österreichischen Lotterien zu ermöglichen. Dadurch können auch alle Wettscheinspiele - Lotto "6 aus 45", EuroMillionen, Toto, Zahlenlotto, Joker, Bingo, ToiToiToi - gespielt werden.

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Martin Himmelbauer
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