Die neue "Matinee am Sonntag": ab 9. September in ORF 2

Peter Schneeberger und Nadja Bernhard laden alternierend zum neuen Kulturkulinarium

Wien (OTS) - Ab dem 9. September 2012 präsentiert sich die "Matinee am Sonntag" dem TV-Publikum in neuem Gewand und mit neuem Gesicht:
Peter Schneeberger, seines Zeichens Leiter des aktuellen ORF-Theater-und Musikressorts, wird die "Matinee" alternierend mit "Kulturmontag"-Moderatorin Nadja Bernhard präsentieren.

Auftakt mit Peter Schneeberger am 9. September um 9.05 Uhr in ORF 2

Zum ersten sonntäglichen Kulturkulinarium bittet Peter Schneeberger. Der ORF-Kulturjournalist lädt die Zuseher zu einem launig-kulinarischen Kulturvormittag, der in die Zeit von Kaiser Maximilian I. und Albrecht Dürer eintaucht: Neben dem deutschen Maler, Grafiker und Mathematiker Dürer waren es auch Künstlerkollegen wie Albrecht Altdorfer, Hans Burgkmair und Bernhard Strigel, die zum Ruhm und zur Ehre des Habsburger-Kaisers bedeutende Werke schufen. Die Wiener Albertina widmet diesem Thema eine umfassende Ausstellung, deren wichtigste Exponate noch vor der Eröffnung in der "Matinee am Sonntag" präsentiert werden. Im Studio zu Gast ist Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder, der sich über die ansehnliche imperiale Sammlung aus Großteils eigenen Beständen besonders begeistert zeigt.

"Matinee am Sonntag" präsentiert am 9. September:

Die Fugger

Auf wirtschaftlichem Gebiet prägte besonders ein Name die Zeit um 1500: Jakob Fugger. Er legte den Grundstein für unsere heutige Finanzwelt und agierte bald als Geldgeber von Kaisern und Päpsten. Die "Matinee am Sonntag" zeigt eine mit historischen Spielszenen angereicherte Dokumentation, die den Aufstieg der berühmten Fugger-Familie von einem kleinen Weberunternehmen in Augsburg zu einem europaweiten und später sogar weltumspannenden Unternehmen erzählt. Mit Kaiser Maximilian I. verband Jakob Fugger eine Beziehung, die von Gefälligkeiten und gegenseitiger Abhängigkeit geprägt war und der Jakob schließlich die Erhebung in den Adelsstand verdankte. Doch er verfügte auch über ein ausgeprägtes soziales Gewissen und förderte nebenbei die Schönen Künste. Vom Nürnberger Maler Albrecht Dürer stammt übrigens das wohl bekannteste Porträt Jakob Fuggers.

Juwel der Renaissance - Die Rosenburg im Kamptal

Bis heute kann die Architektur einer Burg noch vermitteln, wie sich das herrschaftliche Leben in früheren Zeiten angefühlt haben mag. Die im Waldviertel gelegene Rosenburg ist einer der prächtigsten Renaissancebauten Österreichs. So heißt auch die Dokumentation von Alois Hawlik "Juwel der Renaissance". Der Burg wurde im Volkslied "Es liegt ein Schloss in Österreich" ein musikalisches Denkmal gesetzt. Zahlreiche Kostbarkeiten im Inneren, großzügige Gärten sowie der Falkenhof mit Flugvorführungen von Greifvögeln machen die Rosenburg zu einem beliebten Ausflugsziel.

kulturtipps

Den Schlusspunkt der "Matinee am Sonntag" bildet der wöchentliche Kulturguide "kulturtipps", der u. a. berichtet, warum die Premiere von Peter Turrinis "Der Riese vom Steinfeld" im Wiener Volkstheater für Aufregung gesorgt hat. Vor zehn Jahren hat Peter Turrini das Libretto für die gleichnamige Oper geschrieben, vertont von Friedrich Cerha. Jetzt wird die wahre Geschichte über das Schicksal des "Riesen vom Steinfeld" im Wiener Volkstheater gezeigt. Der Bauernbursche Franz Winkelmeier wird mit seiner Körpergröße von 2,58 Meter zur Jahrmarktsattraktion, vertrieben aus seinem Heimatdorf kommt er mit 27 zurück und stirbt an einer Lungenentzündung. Als Puppe wird er in Originalgröße nachgebaut, ans Wirtshaus genagelt und als Fremdenverkehrsattraktion vermarktet. Für Peter Turrini ein typisch österreichisches Schicksal. Als kleine Frau, die sich in den Riesen verliebt, kommt Christine Urspruch - vielen bekannt als "Tatort"-Pathologieassistentin "Alberich" - ans Wiener Volkstheater.

Weiters berichten die "kulturtipps" über das Humorfestival Velden. Als Feinkostladen der komischen Künste präsentiert Festivalleiter und Gastgeber Christian Hölbling alias Helfried das Programm und will damit einen Kontrast zu populären Massenkabaretts schaffen. Einer der berühmtesten Wohn-Utopien des 20. Jahrhunderts widmet das Wien Museum derzeit eine Ausstellung: der Wiener Werkbundsiedlung, errichtet 1932 von den Stars der europäischen Architektenszene wie Adolf Loos, Josef Hoffmann, Gerrit Rietveld oder Margarete Schütte-Lihotzky. Mehr als 100.000 Menschen besuchten 1932 die Verkaufsausstellung im Westen Wiens, heute stehen die schmucken Häuschen unter Denkmalschutz und werden laufend renoviert. Im Wien Museum wird die 80-jährige Geschichte der Werkbundsiedlung anhand von Plänen, Zeichnungen, Fotografien und Modellen dokumentiert. Zahlreiche Möbelstücke ergänzen die Ausstellung.

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