Neues Volksblatt: "Entscheidung" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 7. September 2012

Linz (OTS) - Am Anfang war das Schlagwort: Weg mit der Wehrpflicht! Das klingt ganz gut - und aufs Erste hat es auch so ausgeschaut, als könnte die SPÖ die Bürger für ihre Idee gewinnen. Denn: Wer braucht schon das Heer?
Wir alle brauchen das Bundesheer. Erstens für die Landesverteidigung - auch wenn es im Augenblick ruhig ist. Aber erinnern wir uns an den Zerfall Jugoslawiens, mit den Unruhen an der Grenze; von den Bundesheer-Gegnern war damals nichts zu hören. Zweitens für den Katastrophenschutz, der bei Großereignissen nur durch ein zahlenmäßig starkes Heer gewährleistet werden kann. Und drittens, wegen des Zivildienstes, für die Sicherung des Sozial- und Gesundheitssystems. Nur ein kurzer Blick unter die schöne rote Verpackung hat genügt, und die Bürger haben erkannt, was von diesem Wahlzuckerl der SPÖ zu halten ist.
Niemand bestreitet, dass es im Bundesheer Reformbedarf gibt. Es gibt viel Leerlauf und dementsprechend viel Kritik der Wehrpflichtigen. Das ist aber kein Argument gegen das Heer, sondern gegen den Heeresminister, der sich lieber mit Planspielen für ein Berufsheer beschäftigt als mit sinnvollen Reformen.
Im Jänner können sich die Bürger entscheiden - zwischen einem roten Wahlzuckerl und
Sicherheit.

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