Lapp: Besserer Katastrophenschutz durch Profiheer

Berufs-, Zeitsoldaten und Profi-Miliz ersetzen Grundwehrdiener - Höhere Qualität gesichert

Wien (OTS/SK) - In der Diskussion um Wehrpflicht und Katastrophenschutz hat SPÖ-Abgeordnete Christine Lapp am Donnerstag auf die Fakten verwiesen: Schon heute liege die Katastrophenhilfe überwiegend bei Profisoldaten. "94 Prozent aller im Jahr zwangsweise einberufenen Grundwehrdiener sehen nie einen Katastropheneinsatz aus der Nähe", so die SPÖ-Abgeordnete. Im Modell Profiheer mit starker Miliz von Verteidigungsminister Norbert Darabos werde die Katastrophenhilfe durch die Professionalisierung sogar noch gestärkt. "Es werden Grundwehrdiener durch Profis ersetzt, bei denen jeder Handgriff sitzt, was mehr Qualität im Ernstfall bringt", so Lapp. Ein weiterer großer Teil der Katastrophenhilfe werde derzeit auch von den Freiwilligen Feuerwehren erbracht. "Deren Leistungen werden in der Diskussion viel zu wenig gewürdigt und bedankt." ****

Entgegen mancher Behauptungen bleibt im Modell von Norbert Darabos die Anzahl der Pioniersoldaten gleich. Grundwehrdiener in den Pionierbataillonen würden 1:1 durch bestens ausgebildete Profisoldaten ersetzt. Dass insgesamt die Zahl der Zeitsoldaten im Profiheer-Modell vervierfacht wird, sei notwendig und sinnvoll. Zeitsoldaten sind junge, bestens ausgebildete Profis, die sich für 3 bis 9 Jahre verpflichten; durch die höhere Fluktuation ist gewährleistet, dass die Altersstruktur jünger wird. Insgesamt wird -wie von der Bundesheerreformkommission 2010 beschlossen - die Einsatzstärke bei Mobilmachung ca. 55.000 Soldatinnen und Soldaten betragen, so Lapp. "Die Erfüllung aller seiner Aufgaben durch das Bundesheer ist damit gesichert - und das ohne Zwang." (Schluss) ah/mo

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