VIRUS auf Donau-Objektivitätsmission

via donau Projekt unter scharfer Beobachtung

Wien (OTS) - Mit einer besonderen Aktion sorgte die Umweltorganisation VIRUS anlässlich eines Begehungstermins der via donau im Projektsgebiet des Flussbauprojekts heute für Aufsehen und brachte eine größere Anzahl von Superteleobektiven zum Einsatz. VIRUS Sprecher Rehm erläutert den Symbolcharakter der Mission: "Wir wollen zeigen, dass wir die via donau bei scharf beobachten und der verbreiteten Desinformation rund um das Vorhaben weiter entgegentreten. Die großen Objektive stehen für das Streben nach größerer Objektivität in der Diskussion."

Mit den langen Brennweiten ließen sich laut VIRUS auch jene Aspekte wieder "heranzoomen", die von den Verantwortlichen weit weggeschoben würden, die eingesetzte hohe Lichtstärke, diene dazu, im Dunkeln gelassene Projekteigenschaften und Probleme ins richtige Licht zu rücken.

Dazu gehöre die Information, dass es sich beim "Naturversuchspilotprojekt" nicht um einen Versuch, sondern um eine vorgezogene Teilumsetzung des Gesamtprojekts und überwiegend um ein Regulierungsprojekt und nicht um ein Renaturierungsprojekt handelt.

"Die via donau möge ihre fragwürdigen Grobschottermaßnahmen und die Einengung des Flusses nicht hinter begleitenden Rückbaumaßnahmen verstecken", fordert Rehm. Dieser Grobschottereinsatz der immer im Zusammenhang mit der Eintiefung der Donausohle ins Spiel gebracht werde, bringe eine Reihe ökologischer und wasserwirtschaftlicher Probleme ohne die Erwartungen die an ihn gesetzt werden, einlösen zu können. "Man kann nicht oft genug betonen, dass unabhängig von der genauen Einschätzung der Wirkungen jedenfalls keine kurzfristige Entspannung beim Eintiefungsproblem geschaffen wird, dieses vielmehr durch das sture und ausschließliche Verfolgen dieses einen Projekts auf die lange Bank geschoben wird, und die gebotenen Sofortmaßnahmen unterbleiben", kritisiert Rehm. Auch stelle sich mittlerweile auch bei vielen nach VIRUS allzu gutgläubigen Beteiligten heraus, dass man hinsichtlich der Ausbauziele einem Täuschungsmanöver aufgesessen ist, und jene Abmilderungen mit denen man sich politische und rechtliche Zustimmung sowie "professoralen Ehrenschutz" erkauft hat, beim Pilotprojekt der Grundlage entbehren würden. Hinzu kämen Desinformation über geplante Baumaßnahmen und die tatsächlichen Gegebenheiten an der Donau, die an den Pegelwerten ablesbar nach wie vor Abflüsse um den Mittelwasserbereich aufweisen würde. "Es darf auch nicht vergessen werden, dass das Projekt von fehlenden Genehmigungsverfahren und rechtswidriger Vorgangsweise bei der Erteilung von Bescheiden begleitet ist, eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof ist anhängig," so Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm , 0699/12419913,
E-mail: virus.umweltbureau@wuk.at

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