Klikovits: Wehrpflicht garantiert bestmöglichen Katastrophenschutz

Berufsheer auch für Schweiz keine Lösung – bei länger andauernden Katastrophen ist militärisches Durchhaltevermögen gefordert

Wien, 6. September 2012 (ÖVP-PK) "Die Unwetterkatastrophen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig ein umfassender Katastrophenschutz für die Sicherheit der Menschen in unserem Land ist. Hier leistet das Bundesheer einen entscheidenden Beitrag, denn nur mit Grundwehrdienern ist ein adäquater Schutz der Bevölkerung nach Katastrophen möglich", so ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits nach einem Treffen mit dem Schweizer Bundesrat für Verteidigung, Ueli Maurer. Auch für die Schweiz stehe die Abschaffung der Wehrpflicht außer Frage, betonte Maurer heute. Völlig einer Meinung ist Klikovits mit Maurer, wenn dieser sagt: "Ein Berufsheer ist keine Lösung: In normalen Zeiten zu groß und zu teuer. In Krisenzeiten meistens zu klein." Denn: "Bei länger andauernden Katastropheneinsätzen hat nur das Militär mit ausreichend Grundwehrdienern das nötige Durchhaltevermögen. Die Kapazitäten von Feuerwehr und Polizei sind schnell aufgebraucht. Bei längeren Krisen kommt es nämlich auf die Truppenstärke an", so Klikovits zustimmend. ****

Mit einem Berufsheer-Modell können die Aufgaben eines umfassenden Katastrophenschutzes weder quantitativ noch qualitativ erfüllt werden. "Nach den Plänen von Verteidigungsminister Darabos würden mit einem Schlag ca. die Hälfte der Kadersoldaten ausfallen, was eine Reduktion von 16.000 auf 8.500 bedeutet. Zudem würden mit der Abschaffung der Wehrpflicht sofort 28.000 Milizsoldaten
verloren gehen. Auch die 1.800 qualifizierten Pioniersoldaten würden mit einem Schlag auf 180 reduziert werden. Das wäre ein schwerer Schlag für den Katastrophenschutz", so der ÖVP-Wehsprecher, der abschließend festhält: "Mit der Sicherheit Österreichs spielt man nicht! Wir wollen den Menschen die größtmögliche Sicherheit garantieren. Und das erreichen wir nur mit einem reformierten Bundesheer, das auf Landesverteidigung, Katastrophenschutz und Zivildienst aufbaut."

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