Berlakovich bedankt sich für Katastropheneinsatz des Heeres in Trieben

Wehrpflicht garantiert notwendige Mannschaftsstärken für großflächige Katastrophenhilfe - Heer ist Haushaltsversicherung des Hauses Österreich

Wien (OTS) - "Nach der Murenkatastrophe von St. Lorenzen haben bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres bei den Aufräumarbeiten unverzichtbare und vorbildliche Hilfe geleistet. Dieser Einsatz zeigt, wie wichtig eine rasch verfügbare, große Anzahl von Heereskräften für den Katastrophenfall ist. Er zeigt aber auch, wie riskant unüberlegte Bundesheer-Experimente für die Sicherheit in Österreich sind", erklärte Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich anlässlich der Verabschiedung der am Hilfseinsatz beteiligten Soldatinnen und Soldaten in Trieben.

"Das Bundesheer mit der Wehrpflicht ist die Haushaltsversicherung des Hauses Österreich. Wer für Bedrohungen seines Hauses gewappnet sein will, kündigt nicht leichtfertig seine Versicherungspolizze. Österreich muss für größtmögliche Schäden im Katastrophenfall gerüstet sein. Ohne Wehrpflicht und ohne die damit verbundenen Mannschaftsstärken des Heeres wäre diese Sicherheitsvorsorge massiv gefährdet", ist Berlakovich überzeugt.

Den Einheiten, die unter anderem aus den Kasernen Melk, Villach und St. Michael ins Paltental abkommandiert wurden, sprach er seinen Dank aus. "Durchschnittlich waren in den vergangenen Jahren bei Katastrophenhilfeeinsätzen 70 bis 90 % der eingesetzten Soldaten Grundwehrdiener", fügte Berlakovich hinzu.

An den Aufräumarbeiten beteiligten sich jeweils rund 500 Mann der Feuerwehr und des Bundesheers, dazu Polizei, Rotes Kreuz, Straßenmeistereien sowie Personal von Energie-, Abfall- und Forstbetrieben. Über 60 Großgeräte wie Bagger und Muldenkipper sowie mehrere Hubschrauber des Bundesheeres und des Innenministeriums standen im Einsatz. Rund 400.000 Kubikmeter Geschiebe wurden beseitigt, 10.000 Festmeter Wildholz und 1.000 Wurzelstöcke entfernt.

Bundesheer zieht ab, die Wildbachverbauung bleibt

Das Heer zieht nun zwar ab, die Wildbach- und Lawinenverbauung arbeitet aber mit Hochdruck weiter. "Am Schwarzenbach und am Lorenzenbach wird derzeit der erste Schutzabschnitt errichtet. Die Baumaßnahmen umfassen Investitionen von rund 3,3 Millionen Euro und sollen im Frühjahr 2013 abgeschlossen sein", erläutert Berlakovich.

Insgesamt stellt das Landwirtschaftsministerium heuer und im kommenden Jahr für die Steiermark rund 17 Millionen Euro mehr für Sicherungsinvestitionen bereit. Für Sofortmaßnahmen wurden die Mittel auf knapp acht Millionen Euro aufgestockt. Neun Millionen Euro dienen dazu, Schutzbauten an Lausingbach, Petersbach, Stanzbach, Wölzerbach, Schwarzenbach und Lorenzenbach vorzuziehen und in den nächsten beiden Jahren zu errichten.

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