GPA-djp-Hohenauer: FerialarbeiterInnen fair entlohnen!

"Holt Euch Euer Geld zurück" - nicht auf die Arbeitnehmerveranlagung vergessen

Wien (OTS/ÖGB) - 130.000 SchülerInnen und Studierende haben im Sommer einen Ferienjob oder ein Pflichtpraktikum absolviert. Während FerialarbeitnehmerInnen im Rahmen befristeter Dienstverhältnisse beschäftigt sind und damit allen kollektivvertraglichen Regelungen unterliegen, müssen PflichtpraktikantInnen in den Ferien arbeiten gehen, um ihr schulische oder universitäre Ausbildung zu ergänzen. "Dabei findet aber, wie wir aus zahlreichen Anfragen wissen, oft keine Ausbildung, sondern vielmehr billiger Urlaubsersatz statt. Anstelle den jungen Beschäftigten etwas beizubringen, werden sie in den organisatorischen Ablauf des Betriebes eingebunden: Sie ersetzen ArbeitnehmerInnen, die in Urlaub sind, angemessene Entlohnung bekommen die wenigsten", kritisiert Florian Hohenauer, Jugendvorsitzender der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).

Für die Entlohnung ist aber nicht die Bezeichnung, sondern die Tätigkeit maßgeblich, erklärt Bundesjugendsekretär Helmut Gotthartsleitner: "Auch wenn der Sommerjob als Pflichtpraktikum oder als Volontariat bezeichnet wurde, ausschlaggebend sind nur die Tätigkeit und die Ausgestaltung der Arbeitsleistung." Wurden urlaubende oder kranke ArbeitnehmerInnen ersetzt, wurde man in den betrieblichen Ablauf eingebunden und war man an Weisungen und Arbeitszeiten gebunden, liegt eindeutig ein ganz normales Arbeitsverhältnis vor. "Hier müssen alle kollektivvertraglichen Regelungen eingehalten werden, das gilt natürlich auch für die Entlohnung", empfiehlt Gotthartsleitner allen Betroffenen, sich mit ihren Fragen unter Tel. 050301 - 21510 oder via Mail (jugend@gpa-djp.at) an die Jugendabteilung der GPA-djp zu wenden. Natürlich steht es Jugendlichen, die im Sommer gearbeitet haben, am Jahresende wie allen ArbeitnehmerInnen auch zu, sich Geld vom Finanzministerium zurück zu holen, appellieren Hohenauer und Gotthartsleitner abschließend an FerialarbeitnehmerInnen, ihren Steuerausgleich zu machen: "Jahr für Jahr bleiben Millionen im Finanzministerium liegen, weil viele diese Arbeitnehmer-Veranlagung nicht machen - holt Euch Euer Geld zurück!"

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