VP-Juraczka hält Wehrpflicht für alternativlos

Darabos-Pläne nicht einmal in seiner eigenen Partei unumstritten

Wien (OTS) - "Nicht einmal innerhalb seiner eigenen Partei findet Verteidigungsminister Darabos Unterstützung für seine Berufsheer-Pläne", so ÖVP Wien-Obmann Stadtrat Manfred Juraczka heute am Rande einer Enquete der GÖD-FCG unter dem Titel "Verantwortung für Österreich: Allgemeine Wehrpflicht".

So habe sogar SPÖ-Wehrsprecher Stefan Prähauser die Integration innerhalb des Bundesheeres als gutes Argument für die Wehrpflicht ins Treffen geführt, erinnert Juraczka: "Auch Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz betont, dass die Wehrpflicht etwas sehr Verbindendes hat und Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen sozialen Hintergründen zusammenführt."

Neben der Integration, die im Bundesheer "so gut funktioniert wie kaum wo anders" gäbe es auch andere Argumente für die Beibehaltung der Wehrpflicht:

  • Generalstabschef Edmund Entacher hat wiederholt darauf hingewiesen, dass ein Berufsheer zwar teurer käme aber trotzdem weniger leisten könne.
  • Derzeit sind über 13.000 Zivildiener jährlich im sozialen Bereich tätig. Diese würden nach Ende der Wehrpflicht fehlen, weil der Freiwillige Sozialdienst, wie das Beispiel Deutschland zeigt, bei Weitem nicht die notwendige Anzahl an Meldungen verzeichnen würde.
  • Beim Katastrophenschutz übernimmt das Bundesheer eine wichtige Rolle, wie vor allem die jeweiligen Landeshauptleute bezeugen können: Bei Katastrophen sind rund 70 Prozent der Grundwehrdiener im Einsatz, beim Jahrhundert-Hochwasser 2002 waren es sogar 85 Prozent.

"Das ÖVP-Modell des sechsmonatigen Österreich-Dienstes mit den Komponenten Landesverteidigung, Katastrophenschutz und Zivildienst stellt eine sinnvolle Weiterentwicklung unseres bewährten Systems dar und steht im Gegensatz zu den Plänen des Verteidigungsministers, der jede verantwortungsvolle Sicherheitspolitik längst seinen populistischen Spielchen geopfert hat", so Juraczka abschließend.

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