WK-Präsident Nemeth ist für Beibehaltung der Wehrpflicht

Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth befürchtet in einer Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht Nachteile für die regionale Wirtschaft.

Eisenstadt (OTS) - "Die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und der damit verbundene Umstieg auf ein Berufsheer könnte auch der burgenländischen Wirtschaft teuer kommen." Burgenlands Wirtschaftskammerpräsident Honorarkonsul Ing. Peter Nemeth zeigt sich "mehr als skeptisch", was ein mögliches Aus der allgemeinen Wehrpflicht betrifft. "Wir haben im Burgenland jährlich in etwa 1.100 Rekruten und 500 Zivildiener. Sie werden hier ausgebildet, versehen ihren Dienst, konsumieren und gehen aus. Das sind wichtige Wirtschaftsfaktoren für die regionalen Betriebe", so Nemeth. Allein die Verpflegung der Soldaten bringe im Burgenland eine regionale Wertschöpfung von drei Millionen Euro jährlich.

Aber auch generell zählt Nemeth zu den Befürwortern der Idee, dass junge Menschen Verantwortung für Staat und Gesellschaft übernehmen sollen. "Bundesheer und Zivildienst bereiten sehr gut auf das Leben vor. Man lernt sich zu organisieren, Team-Work, Kommunikation und vieles mehr. Fähigkeiten, die man dann auch im Berufsleben braucht." Derzeit werde nach Ansicht Nemeths die Heeresdebatte zu sehr politisch und zu wenig sachlich geführt. Er sei jedenfalls nicht dafür zu haben, alle Verantwortung dem Staat aufzubürden und damit den "Vollkasko-Staat" zu forcieren. "Ich glaube, als Staatsbürger sollte man auch etwas für die Allgemeinheit beitragen. Wenn diese Erfahrung schon junge Menschen machen, so kann das kein Fehler sein."

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