FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Sexualstraftäter mit GPS-Sender - ein gefährlicher Menschenversuch!

Elektronische Fußfesseln eignen sich nach Expertenmeinung bestenfalls für Kleinkriminelle

Wien (OTS) - "Ein Fall aus Deutschland belegt, dass der Sender eines Vergewaltigers noch nicht einmal eine Bewegungsmeldung abgegeben hat, als der Wiederholungstäter bereits eine Frau in der Nachbarwohnung überfiel", berichtet die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Abgesehen von möglichen technischen Störungen und Empfangsproblemen des GPS-Systems, ist es ist blanker Zynismus der Justizministerin, die Fußfessel für Sexualstraftäter mit einem GPS-Sender auszustatten und möglicherweise das Opfer gleich dazu", so Belakowitsch-Jenewein.

"Jede Annäherung des Täters an das Opfer würde einen Alarm auslösen. Die Opfer wären gleichsam durch einen Alarmton gewarnt, zeigt sich die Ministerin erfreut! Fast kann man den Eindruck gewinnen, dass sich die Justizministerin am Leid der Opfer weidet und diese dafür auch noch mit einem akustischen Signal ausstattet, um sie immer wieder an die erlittene Pein zu erinnern", kritisierte Belakowitsch-Jenewein.

Viele Opfer sexueller Gewalt seien oft jahrelang schwer traumatisiert, könnten kaum über das Erlebte sprechen und litten an physischen und psychischen Folgeerkrankungen. Jahrelange Therapien, eine Odyssee an Arzt- und Krankenhausbesuchen, seien für die meisten Opfer trauriger Alltag.

"Wenn es die Ministerin ernst damit meint, dass sich Täter den Opfern nicht mehr nähern dürfen, so gibt es eine ganz einfache Möglichkeit: die Täter wegsperren! Die Fälle der letzten Wochen sind auch deswegen so unfassbar, da sowohl Justizanstalt wie auch BEST, die Begutachtungsstelle für Sexualstraftäter, in beiden medial bekanntgewordenen Fällen gegen eine Fußfessel waren", so Belakowitsch-Jenewein.

"Die Bevölkerung ist ob dieses völlig irrwitzigen, vorgeblich 'humanen' Strafvollzugs zu Recht empört. Ein Umdenken ist unerlässlich, es muss endlich Opferschutz, nicht Täterschutz, praktiziert werden", forderte Belakowitsch-Jenewein.

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