FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Anti-Bio-Berichterstattung des ORF

Gesundheitsminister Stöger auf Tauchstation statt um Klarstellung bemüht

Wien (OTS) - Als "skandalös" bezeichnet die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein den Bericht der gestrigen ZIB 2, in dem es um die Qualität von BIO-Lebensmitteln ging. "Dass diese kaum bzw. nicht mehr Vitamine als konventionell hergestellte Produkte enthalten, ist nicht neu. Auch dass sich Fett- und Proteinwerte nicht unterscheiden, ist keine besonders neue Erkenntnis. Und auch andere Nährstoffe, die primär von der - generell verbesserungsfähigen - Bodenqualität abhängen, zeitigen geringe Unterschiede."

"Dennoch", erläutert Belakowitsch-Jenewein, "gibt es einen ganz entscheidenden Unterschied: den der Pestizidbelastung. Und genau hier hat der Beitrag dem interessierten Publikum wesentliche Informationen vorenthalten. Immerhin haben etliche Pestizide krebserzeugende, erbgutschädigende und reproduktionstoxische Eigenschaften. Daher sind biologisch erzeugte Lebensmittel sehr wohl gesünder! Dies als billige Werbefloskel abzutun, wie dies im Zuge des erwähnten Beitrags getan wurde, ist völlig inakzeptabel. Ich frage mich - und ihn, warum der Gesundheitsminister nicht sofort reagiert hat. Herr Stöger erklärt ja so oft und gerne wie wichtig ihm die gesunde Ernährung der Bevölkerung sei. Hier hätte er Gelegenheit gehabt, diesbezüglich an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Aber leider reagiert er mit Schweigen."

"Da auch der ORF-Teletext für die Studienergebnisse einen Aufhänger wählte, der, freundlich gesagt, tendenziös wirkte, muss die Frage erlaubt sein, welche Lobbyisten im Hintergrund dieser Berichterstattung die Fäden gezogen haben. Wie anders wäre zu erklären, dass Werbebeiträge für konventionell erzeugte Lebensmittel in den Nachrichtenformaten des öffentlich rechtlichen Rundfunks serviert werden? Vom Gesundheitsminister indes erwarte ich eine klare Stellungnahme zu den Gesundheitsrisiken von Pestiziden", so Belakowitsch-Jenewein.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0002