Freitag, 7.9.2012: ANIMAL SPIRIT bei "Schlachtfohlen"-Auktion in Stadl Paura

Auch heuer landen wieder Hunderte Fohlen in Salami, Leberkäse und Braten

Laaben (OTS) - Wie jeden Herbst werden in den nächsten Wochen auch heuer wieder Hunderte Haflinger- und Norikerfohlen auf Pferdemärkte gekarrt und zum Kilopreis an Viehhändler und italienische Schlachthöfe verkauft. Schon seit neun Jahren arbeitet ANIMAL SPIRIT daran, die Gepflogenheiten der Zuchtverbände bekannt zu machen und die überbordende "Fohlenzucht für den Schlachthof" zumindest einzudämmen. Unter dem Deckmantel der "Erhaltung seltener Haustierrassen" produzieren die Züchter - sogar mithilfe von EU-Subventionen - Jahr für Jahr unzählige Fohlen, obwohl allen Beteiligten völlig klar ist, daß ein Großteil dieser Fohlen im "Alter" von vier bis sechs Monaten, zumeist zu "Schleuderpreisen", in die Fleischproduktion verschachert werden. Und zwar einzig und allein deshalb, weil sie das "Verbrechen" begangen haben, nicht den "Schönheits"-Idealen der Zuchtverbände zu entsprechen bzw. einfach (gewollte) "Überschußware" sind.

Nach der ersten Auktion in Mauterndorf (26.8.) findet am kommenden Freitag, den 7.9.2012, die Norikerfohlen-Versteigerung im Pferdezentrum Stadl Paura, OÖ statt; ca. 80 Fohlen sind dort wieder angemeldet. ANIMAL SPIRIT plant, dort auch heuer wieder mindestens 13 Fohlen freizukaufen und auf geprüfte Plätze in Deutschland und Österreich zu vermitteln. Weitere Fohlen-Versteigerungen, an denen wir heuer anwesend sein werden, finden am 26.9. bzw. 30.10.2012 in Maishofen, Sbg. statt. Zudem haben wir schon etliche - vom Tiroler Haflinger-Zuchtverband in Ebbs bereits ausselektierte und somit "todgeweihte" - Haflingerfohlen freigekauft und werden dies in den kommenden Wochen auch weiterhin tun; diese kommen ebenfalls auf vorkontrollierte Lebens-Plätze in Deutschland, Österreich und Ungarn.

Verzweiflung und Panik bei Fohlen und Stuten

Nach einem idyllischen Sommer auf der Alm, bei dem sie u.a. als Touristen-Attraktion herhalten "durften", müssen die Fohlen weg, weil kein Platz im Stall ist und die Stuten bereits wieder trächtig sind: So werden jeden Herbst aufs Neue die Pferdekinder und ihre Mütter brutal auseinandergerissen - ein für beide Seiten schrecklicher Schmerz. Die Kleinen sträuben sich oft vehement, den Transporter alleine zu besteigen und so wird die Mutterstute hineingeführt, das Fohlen folgt ihr voll Vertrauen. Dann wird die Stute weggerissen, die Klappe geht zu und ein wenige Monate junges Tierbaby steht zitternd und schreiend alleine im Dunkeln, wird über rumpelnde Straßen fortgekarrt. In einer lauten Bierzeltumgebung werden sie vom Anhänger gezerrt, an einen Balken angebunden und bei der Auktion in der lärmenden Halle an den meistbietenden Viehhändler versteigert (falls sich nicht zufällig private Tierfreunde finden). Die Angst und Panik der Fohlen interessieren die Züchter nicht, was zählt ist allein der Profit - und seien es nur ein paar Euro mehr, die sie vom Viehhändler oder Schlachter bekommen! Und mit Marketingkreationen wie etwa "Milchsaugfohlen" bzw. "Rößl-Braten" wird versucht, einen in Österreich bislang kaum vorhandenen Markt für Fohlen- und Pferdefleisch aufzubauschen.

Dazu Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: "Jedes Jahr wieder spielt sich auf Österreichs (und süddeutschen) Fohlenauktionen dasselbe Drama ab, bis auf marginale Rückgänge wird weiterhin gezüchtet was das Zeug hält und dies von den Zuchtverbänden auch noch propagiert. So wird diese Überzüchtung noch immer mit direkten und indirekten Prämien gefördert: AMA-Prämie, Zuchtverbandsprämien, EU-Prämie - Steuergeld für Fohlenschlachtungen! Der Tierschutz fordert seit vielen Jahren nicht nur einen Stopp für diese sinnlosen Förderungen, sondern generell das Ende der reinen "Vermehrungszucht für das Schlachthaus" sowie der Langstrecken-Pferdetransporte."

Rückfragen & Kontakt:

Animal Spirit
Dr. Franz-Joseph Plank
Tel.: 0676 708 24 34
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