Zwei Festnahmen nach schwerem gewerbsmäßigen Betrug in Wien

Eine Firma aus Wien steht in dringendem Verdacht, ein nicht zugelassenes Arzneimittel hergestellt und als "Allheilmittel" vertrieben zu haben

Wien (OTS) - Das Bundeskriminalamt (.BK) führt seit Jänner 2012 umfangreiche Ermittlungen gegen den Betreiber einer Vertriebsfirma aus Wien-Wieden und weiteren Mittätern wegen gewerbsmäßigem Betrug.

Der Beschuldigte und weitere Mittäter stehen im Verdacht, das in Österreich und im EU-Raum nicht zugelassene Präparat "Ukrain" hergestellt und vertrieben zu haben. Das "Arzneimittel" soll eine vollständige Heilung jeglicher Krebserkrankungen, Strahlenkrankheiten, AIDS und vieler anderer Krankheiten bewirken. Es wurde an eine Vielzahl von Krebskranken verkauft. Die Schadenssumme wird derzeit auf rund fünf Millionen Euro geschätzt.

Heute Vormittag wurden über Auftrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien der Betreiber und eine Mittäterin an ihren Wohnadressen festgenommen und 26 Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich durchgeführt. Unter Leitung des .BK waren rund 50 Beamte der Landespolizeidirektionen Wien und Niederösterreich, sowie der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) im Einsatz. Dabei wurden zahlreiche Beweisgegenstände (Computer, Laptops, Unterlagen) und mehr als 200.000 Ampullen des Präparats "Ukrain" sowie geringe Mengen Cannabis und Kokain sichergestellt.

Die Vernehmungen und weitere Erhebungen sind im Gange

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