Klikovits: Schönfärberei für Berufsheer geht ungeniert weiter

Falsche Zahlen und unseriöse Bewertung des Darabos Modell wurden bereits 2011 entlarvt!

Wien, 4. September 2012 (OTS/ÖVP-PK) - "Die mancherorts präsentierte Bewertung, die ein Berufsheer im Vorteil sieht, ist schlicht und ergreifend falsch", sagte ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits heute, Dienstag, in Reaktion auf einen entsprechenden Artikel in der Kronen Zeitung. Seriöse Berechnungen würden belegen, dass das Modell 3 -ein Berufsheer mit aufgewerteter Milizkomponente - weitaus teurer und weniger leistungsfähig sei, als das bewährte Mischsystem aus Berufssoldaten, Grundwehrdienern und Miliz. Die publizierte Beurteilungstabelle stamme aus dem Jahr 2011 und wäre bereits damals durch konkrete Zahlen widerlegt worden.

Die vorliegende Benotung der verschiedenen Heeresmodelle basiere nicht auf einem standardisierten, wissenschaftlichen Kriterienkatalog, sondern spiegle lediglich die persönliche Meinung einiger weniger Mitarbeiter aus dem Verteidigungsressort wider. Es lägen Unterlagen vor, die aufgrund wissenschaftlicher Kriterien belegen würden, dass die Zahlen von den angeblichen Experten solange schöngerechnet wurden, bis am Ende das politisch gewünschte Ergebnis, eine Präferenz für das Modell 3, herausgekommen sei.

Die Behauptungen von Minister Darabos, dass er mit einem reinen Berufsheer dieselben Aufgaben erfüllen könne wie bisher, seien schlichtweg unverantwortlich. "Derzeit verfügt das Österreichische Bundesheer über 55.000 Mann Mobilmachungsstärke für den Katastrophenfall, beim Darabos-Mogel-Modell 3 wären plötzlich nur noch 6.000 Soldaten für den Katastrophenschutz vorgesehen", so Klikovits weiter. Ein Katastropheneinsatz wie etwa 2002 im Kamptal, wo 13.500 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz waren, sei dann nicht mehr zu bewältigen. Aber nicht nur der Katastrophenschutz sei massiv gefährdet, auch das österreichische Sozialsystem sei ohne die jährlich rund 14.000 Zivildiener kaum noch handlungsfähig. "Dass Darabos mit seinem Modell die Sicherheit Österreichs gefährde, ist nichts Neues. Dass er nun aber Mitarbeiter des Verteidigungsressorts missbraucht, um mit falschen Zahlen Stimmung zu machen, entbehrt jeder politischen Kultur und ministerieller Verantwortung", so Klikovits abschließend. (Schluss)

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