Sarajewo-Friedenstreffen mit Religionsführern und Staatschefs

Interreligiöse Initiative der Gemeinschaft Sant'Egidio im Gedenkjahr des Bosnien-Kriegs beginnt am Sonntag

Sarajewo, 04.09.12 (KAP) Acht Kardinäle, Religionsführer aus aller Welt sowie Staats- und Regierungschefs aus Europa werden zum interreligiösen Sant'Egidio-Friedenstreffen erwartet, das von 9. bis 11. September in Sarajewo stattfindet. Das "50 Jahre"-Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils und des damals ins Leben gerufenen interreligiösen Dialogs und das "20 Jahre"-Gedenken des Beginns des Bosnien-Kriegs stehen dabei im Mittelpunkt.

Die jährlichen Friedenstreffen werden von der Gemeinschaft Sant'Egidio in Rom nach dem Vorbild der historischen Weltgebetstage für den Frieden in Assisi (1986 und 2010) in verschiedenen Städten veranstaltet, um die Friedensbotschaft von Assisi zu verbreiten. Der Termin der Treffen ist seit 2002 immer September, weil auch der Opfer der Anschläge auf das New Yorker World Trade Center am 11. September 2001 mitgedacht werden soll.

Mitveranstalter des Sarajewo-Treffens sind die islamische Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina, die serbisch-orthodoxe Kirche, die katholische Erzdiözese Vrhbosna sowie die Jüdische Gemeinde in Bosnien-Herzegowina. Das Thema lautet "Living Together is the Future - Religions and Cultures in Dialogue".

Das Treffen im September soll die neue Rolle zeigen, die die Religionen als Element der Einheit und des Zusammenlebens einnehmen können. Von Sarajewo, das vor 20 Jahren im Zuge des Bosnien-Krieges "ein Martyrium durchlebte, kann ein neuer Geist der Begegnung ausgehen, der alte Wunden und Hass überwindet", zeigte sich die Gemeinschaft Sant'Egidio überzeugt.

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