Leitner: Die soziale Balance in unserem Land ist in Frage gestellt

Diskussion zu Verteilungsgerechtigkeit mit europaweit renommiertem Journalisten Ronald Barazon

St. Pölten/Melk (OTS) - "Gerechtigkeit ist nicht nur ein Grundwert der Sozialdemokratie, sondern auch die wichtigste Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben. Die vergangene Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass sich die finanziellen Rahmenbedingungen für die öffentlichen Budgets verschlechtert haben", so der Vorsitzende der SPÖ NÖ, Landeshauptmann-Stv. Dr. Sepp Leitner, gestern Abend bei der Diskussion im Rahmen des SPÖ NÖ Zukunftsplanes "NÖ 2020" im Melker Stadtsaal: "Um hier eine gerechte Verteilung der Mittel zu gewährleisten, brauchen wir ein neues Regelwerk. Denn unsere Forderung ist, dass die Menschen mit ihrem Einkommen ein Auskommen haben müssen."

Bei der Diskussion unter dem Titel "Verteilungsgerechtigkeit - eine unerfüllbare Forderung?" übernahm die Ökonomin MMag. Agnes Streissler die Moderation - unter den Gästen war unter anderem der SPÖ-Bezirksvorsitzende des Bezirkes Melk, Mag. Günther Sidl, der in seinen Begrüßungsworten die Bedeutung einer klaren Positionierung der Sozialdemokratie in dieser hervorhob: "Die bestehenden Probleme können nur gelöst werden, wenn die SPÖ sich mit aller Kraft der Verteilungsgerechtigkeit widmet. Hier wird die Sozialdemokratie gebraucht - Verteilungsgerechtigkeit und Demokratisierung müssen die wichtigsten Säulen unserer politischen Arbeit sein."

Der europaweit renommierte Journalist und Wirtschaftsexperte Dr. Ronald Barazon sieht das ökonomische Spannungsverhältnis als "gestört" - er fordert eine stärkere ArbeitnehmerInnenvertretung, die nicht nur ihre Mitglieder in Teilorganisationen vertritt, sondern als Gesamtorganisation für die ArbeitnehmerInnen "kämpft" -dabei dürften aber auch die Arbeitgeber "nicht erdrückt" werden.

Weitere Themen waren unter anderem das ungerechte Steuersystem, prekäre Arbeitsverhältnisse und ihre Folgen, Studiengebühren und das österreichische Stipendiensystem, das Pensionssystem und seine Finanzierung in der Zukunft und eine notwendige Verwaltungsreform. "Bei der Verwaltungsreform geht es uns aber nicht nur darum, sparsamer zu werden, sondern genauso bürgernäher mit eindeutigen Zuständigkeiten. Wir dürfen deshalb nichts unversucht lassen, um für mehr Effizienz und Sorgfalt zu sorgen", so der SPÖ-Vorsitzende Leitner abschließend.

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