Gemeinsame Schule auch in Oberösterreich rasch einführen

SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "ÖVP im Land soll endlich Blockadehaltung beenden"

Linz (OTS) - SPÖ-Klubvorsitzende Gertraud Jahn zeigt sich hoch erfreut über den Vorstoß von Tirols ÖVP-Landeshauptmann Platter in Richtung Gemeinsamer Schule der 6-14-Jährigen. "Ich begrüße es ausdrücklich, dass Platter in Tirol eigene Modellregionen einführen will. Es zeigt, dass sich auch innerhalb der Volkspartei die vernünftigen Argumente die für diesen Schultyp sprechen, durchsetzen", so Jahn. Oberösterreich darf nicht länger mit einer Umsetzung zuwarten. Landeshauptmann Pühringer soll sich ein Vorbild an seinem Parteifreund nehmen, die Blockadehaltung beenden und ebenfalls die Gemeinsame Schule der 6-14-Jährigen forcieren, ruft die Klubvorsitzende zum Handeln auf. Studien belegen, dass diese Schulform den Kindern ein Mehr an Bildungschancen ermöglicht. Ein Gemeinschaftsschulsystem ist auch eine notwendige Reaktion auf geänderte gesellschaftliche Bedingungen.

"Mit Platter schwenkt ein gewichtiger Politiker der Volkspartei nicht nur um, sondern setzt auch erste richtungsweisende Taten, um die Gesamtschule der 6-14-Jährigen zu verwirklichen. Da viele Argumente für diese Schulform sprechen, kann sich nun auch die ÖVP hier nicht mehr verschließen. Landeshauptmann Pühringer soll sich ein Beispiel nehmen und auch in Oberösterreich den Weg zur Gesamtschule frei machen", fordert Jahn.
"Wir dürfen hier zum Wohl unserer Kinder nicht hinterherhinken, sondern müssen ebenfalls solche Modellregionen als erste Schritte zu einer flächendeckenden Einführung schaffen", ist die Klubvorsitzende und Bildungssprecherin überzeugt.

Eine Studie des Educational Policy Institute in Washington über Österreichs Schulsystem, hat uns den letzten Platz von 13 untersuchten Staaten in Fragen der Zugänglichkeit zum Hochschulstudium gegeben. "Die Entscheidung darüber, welchen Bildungsweg ein Kind weiter einschlägt, ist mit 10 Jahren eindeutig zu früh. Das Bildungssystem ist hochselektiv. Bildung wird bei uns stärker als in anderen Ländern vererbt", weist Jahn auf Fakten der Erhebung hin, die für eine Gemeinsame Schule der 6-14-Jährigen sprechen.

"Die geänderten gesellschaftlichen Bedingungen machen auch bei der Schule ein Umdenken notwendig. Beide Elternteile sind heute in der Regel berufstätig und die Zahl der AlleinerzieherInnen nimmt zu. Wir brauchen eine ganztägige Betreuung unserer Kinder, am besten durch ausgebildete LehrerInnen, in Form einer gemeinsamen verschränkten Ganztagschule, in der Zeit für ein Wechselspiel aus Unterricht, Sport, Lernen und Freizeit ist. Das gibt den SchülerInnen die nötige Auflockerung, um Stress abzubauen und Wissen besser anzueignen. Schulisches bleibt in der Schule, zu Hause kann die Zeit wirklich mit der Familie verbracht werden", spricht für Jahn alles für das neue Schulmodell.

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