FPÖ: Belakowitsch-Jenewein: Vermehrte Kontrollen der Jugendämter sind notwendig

Immer wieder werden grobe Betreuungsmängel bekannt

Wien (OTS) - "Die Ankündigung der Justizministerin, mehr gerichtliche Kontrollen der Jugendämter durchzuführen, war längst überfällig", so heute FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Die Jugendwohlfahrt, die sich zum Staat im Staat entwickelt hat, und fernab jeder Kontrolle agieren kann, nimmt den leiblichen Eltern von Jahr zu Jahr mehr Kinder weg. Dabei sind die Gründe oft mehr als fadenscheinig und selten Beweise für die vorgeschobenen Abnahmegründe vorhanden. Die abgenommenen Kinder werden nur allzu oft für Sozialexperimente der Jugendwohlfahrt missbraucht. Darunter sind auch Kleinstkinder, deren Zukunft angeblich besser in den Händen alleinstehender Frauen liegt oder in Sozialeinrichtungen, in denen es immer wieder zu sexuellen Übergriffen kommt", schildert Belakowitsch-Jenewein einige Missstände.

Die psychische aber auch die physische Gesundheit der Kinder werde dabei völlig außer Acht gelassen: "Besonders tragisch ist etwa der Fall einer Vierzehnjährigen, die zu ihrer Wohngemeinschaft oft keinen Zutritt hatte, alleine durch Wien irrte und im Juli dieses Jahres mitten in der Nacht bei einer Busstation vergewaltigt wurde. Selbst danach beschränkte sich die 'Hilfe' der Sozialarbeiter darauf, dem Mädchen einen Zettel mit der Adresse eines Krankenhauses in die Hand zu drücken."

Belakowitsch-Jenewein weiter: "Solange die Einstellung den Kindern gegenüber so gleichgültig und verachtend ist, wie sie in den vergangenen vierzig Jahren war, werden Kontrollen der Jugendämter alleine nicht reichen. Nötig wären auch eine Evaluierung und eine Statistik über den weiteren Lebensweg von Kindern, die nicht im familiären Verband aufwachsen. Leider gibt es eine solche nicht. Insofern bleibt die Frage offen, welche Parameter aussagen, dass die Unterbringung fernab der Eltern für die Kinder und deren Zukunft wirklich bessere Lebenschancen bietet. Hier sind im Namen des Kindeswohls dringendst Nachbesserungen zu treffen und substantielle Kontrollmechanismen zu etablieren. Feigenblattstrategien wie etwa jährliche Stichproben werden nicht ausreichen."

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