LR Dobernig: "Übergebe ein gut bestelltes Kulturhaus Kärnten"

Wesentliche Akzente in knapp vier Jahren als Kulturreferent gesetzt - Dobernig weiter für Volkskultur, Brauchtum, Landeskonservatorium und Musikschulen zuständig

Klagenfurt (OTS) - Mit der Übergabe der Kulturangelegenheiten mit Ausnahme von Volkskultur, Brauchtum, Landeskonservatorium sowie Musikschulen des Landes Kärnten zieht Landesrat Harald Dobernig heute, Montag, Bilanz über knapp vier Jahre als Kulturreferent. "Im Sinne der Kulturschaffenden in Kärnten haben wir den finanziellen Rahmen groß gehalten und trotz eines großen Spardruckes nur kleine Kürzungen im Gesamtbudget vorgenommen. Die Kulturinitiativen in Kärnten sind vital, neue sind an den Start gekommen. Ich übergebe dem neuen Kulturreferenten ein gut geschnürtes Paket und wünsche ihm viel Erfolg", sagte Dobernig.

Der Landesrat verweist auf die gute Entwicklung der Carinthischen Musikakademie in Ossiach und des Musikzentrums Knappenberg. "Die Auslastung an beiden Standorten ist sehr zufriedenstellend, Ossiach entwickelt ein immer stärkeres Profil als Ansprechpartner im Bereich der musikalischen Ausbildung", so Dobernig. Auch das Kinder- und Jugendkulturzentrum Blue Cube in Klagenfurt wurde erfolgreich etabliert und ist heute gemeinsame Heimat des Vereins "Blauer Würfel" und des fahrenden Kindermuseum "Kidsmobil".

Unter Landesrat Dobernig gab es keine politische Einmischung in Personalentscheidungen. "Die Vorentscheidung für den neuen Intendanten des Stadttheaters Klagenfurt Florian Scholz und den neuen Direktor des Landesmuseums Thomas Jerger wurde durch eine Expertenkommission getroffen, an deren Empfehlung wir uns gehalten haben", sagt Dobernig. Die neue kaufmännische Direktorin des Stadttheaters, Alexandra Stampler-Brown, wurde unter Beiziehung einer Personalberatungsfirma vom Theaterausschuss bestellt. Eine weitere Bestellung gab es im Kärntner Landesarchiv: Wilhelm Wadl leitet als hervorragender Historiker und Archivar weitere zehn Jahre das Archiv als Direktor.

"Um den Kulturinitiativen entsprechende Sicherheit zu geben, habe ich dreijährige Fördervereinbarungen abgeschlossen", betont Dobernig und verweist beispielhaft auf den Musikverein, den Kulturraum Kirche, die Komödienspiele Porcia oder die Finanzierung der wissenschaftlichen Stelle am Robert Musil Institut. "Weiters war es mir ein Anliegen, die Kulturinitiativen in den Regionen stärker zu beachten und zu fördern", so Dobernig unter Hinweis auf die Burghofspiele Friesach, den Kulturraum Dorf oder die höhere Förderungen für Schloss Damtschach (Barockopern). Wichtig sei es gewesen, kleine Initiativen von Kürzungen auszunehmen (Burgkultur St. Veit, Amthof etc.).

Ein wichtiger Impuls sei das regelmäßig vergebene Literaturstipendium des Landes Kärnten, das mit 10.500 Euro dotiert ist. Erstmals wurde 2011 der Gert Jonke-Literaturpreis, der mit 15.000 Euro Preisgeld dotiert ist, vom Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt in Kooperation mit dem Musil-Institut vergeben. "Der Gert Jonke-Literaturpreis wird auch 2013 wieder vergeben. Auch darüber hinaus haben wir uns bemüht, das literarische Schaffen zu fördern." So werde seit 2011 der Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt durch einen Sonderpreis des Landes Kärnten unterstützt.

Dobernig verweist auch auf die geglückte Reform der Musikschulausbildung in Kärnten, die heuer umgesetzt wurde. Die neue Struktur ist am 1. September in Kraft getreten, es wurde eine eigene Unterabteilung für die Koordination Musikschulen und Konservatorium eingerichtet. Auf alle Regionen Kärntens verteilt gibt es nun 27 eigenständige Musikschulen des Landes Kärnten mit je einem Direktor bzw. einer Direktorin, die mehrere Standorte betreuen. "Diese Reform bedeutet eine klare Verwaltungsvereinfachung und sichert die qualitätsvolle Ausbildung der Musikschüler und der Studierenden am Konservatorium. Ich freue mich, dass ich auch in Zukunft für die 17.500 Musikschülerinnen und Musikschüler in Kärnten zuständig bin", so Dobernig.

Der Landesrat bleibt auch Volkskultur- und Brauchtumsreferent des Landes Kärnten. "Mit dem Haus der Volkskultur in Klagenfurt haben wir 2009 erstmals eine Heimat für die volkskulturellen Verbände des Landes Kärnten geschaffen. Die Brauchtumsmesse wurde unter meiner Führung neu gestaltet und der HeimatHerbst als größte Veranstaltungsreihe des Landes ausgebaut. Ich bin stolz darauf, dass in Kärnten rund 100.000 Menschen direkt oder indirekt mit der Volkskultur verbunden sind. Ich werde mich weiter für sie und ihre Initiativen einsetzen", betont Dobernig.

Ein Überblick der umgesetzten Vorhaben von Kulturreferent Dobernig (auszugsweise):

  • Keine politische Einmischung in Personalentscheidungen: Intendant Stadttheater, kaufmännische Direktion Stadttheater und Direktor Landesmuseum
  • MMKK: Mit der Bestellung von Christine Wetzlinger-Grundnig ist Ruhe eingekehrt
  • Gert Jonke-Literaturpreis gemeinsam mit der Landeshauptstadt etabliert und generell eine etwas stärkere Beachtung der Literatur
  • Etablierung der Mittelbühne in Kooperation mit der Landeshauptstadt Klagenfurt
  • Fotostipendium neu geschaffen
  • Extraförderung für das Künstlerhaus in Klagenfurt für die dringend nötige Renovierung (Trockenlegung des Kellers)
  • Zukunftsweisende Entscheidung bei Seebühne mit Rückzug des Landes und Übergabe an die Klagenfurter Messe
  • Dreijährige Fördervereinbarungen abgeschlossen und damit Sicherheit für Kulturinstitutionen gewährt
  • Bereich Tanz: Tanzzentrum Bleiburg (CCB) mit Aushängeschild Johann Kresnik hat Starthilfe und große Unterstützung im ersten Jahr erhalten
  • Klare Tendenz in der Förderpolitik, die Kulturinitiativen in den Regionen stärker zu beachten und kleine Initiativen von Kürzungen auszunehmen
  • Theater auf der Heunburg mit neuer Initiative gesichert
  • "Klassik im Burghof" als neue erfolgreiche Initiative
  • Gute Entwicklung der CMA in Ossiach und des Musikzentrums Knappenberg
  • Musikschulreform umgesetzt
  • Haus der Volkskultur in Klagenfurt als Heimstätte für die volkskulturellen Verbände eröffnet

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